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Fünf Gründe warum du EVE Online zocken solltest (und nicht World of Warcraft)

von Tobias Remag

Es gibt genau ein Genre, von dem sich Studenten fern halten sollten, zumindest falls ihnen etwas an der Regelstudienzeit liegt: das der Onlinespiele. Zeitfressend, süchtigmachend, kostspielig. Und trotzdem zocken alle World of Warcraft. CAZ sagt: Hört auf damit! Spielt ein anderes …

Wir können’s nicht mehr hören! World of Warcraft hier, World of Warcraft da. Mal ist es schuld daran, dass der in den ersten beiden Semestern ach so fleißige Achim im neunten sein Studium abgebrochen hat. Mal dass Bettina Schluss mit Robert gemacht hat, weil der keine Zeit mehr für sie aufbringen wollte. Und das viele Geld. Ohne die monatlichen Gebühren könnte sich der geneigte Student ab und zu auch mal ein Lehrbuch oder wenigstens einen Vollsuff leisten. Sogar Kliniken eigens für WoW-Süchtige gibt’s schon. So viel Ruhm und Ehre ist noch nie einem Spiel zueigen geworden!

Also warum aufhören? Natürlich weil es Besseres gibt. Ein Schelm, wer jetzt an den Metaspace, das Real Life denkt - oder wie auch immer man die Welt da draußen so von hier drinnen, online, bezeichnet. Und nach der Umstellung auf den Bachelor ist ja es umso wichtiger für Studierende, ihre Zeit richtig einzuteilen. Kurzum: Welches Spiel soll’s denn sonst sein, mit dem ihr den ganzen Tag nach den Veranstaltungen verprassen könnt? Fünf Gründe, die Weltraum-Simulation EVE Online des isländischen Studios CCP in die engere Wahl zu ziehen:

1. Kost’ ja nix
Na ja, fast nichts. Doch im Gegensatz zu einem gewissen anderen Spiel, das jährlich sogar noch mal für ein Add-On zur Kasse bittet, wird für EVE Online tatsächlich kein Kaufpreis fällig. Selbst die halbjährlichen Erweiterungen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Und der Clou: Das monatliche Abo kann auch mit der Ingame-Währung bezahlt werden. Also mit Spielgeld! Selbstredend, dass es sich anbietet euren Nebenjob zu schmeißen, um das anzuhäufen. Braucht ja nun niemand mehr.

2. Save for Vorlesung
Richtig gelesen: Das ideale Spiel, während der Vorlesung auf dem Laptop laufen zu lassen. Denn es gibt einfach nichts, gar nichts in EVE, das neidische (erboste) Blicke auf euren Bildschirm ziehen könnte. Zwar handelt es sich hier um einen waschechten SciFi-Simulator mit Raumschlachten und allem drum und dran. Die meiste Zeit verbringt ihr trotzdem damit, auf endlose Tabellen und Graphen zu starren. Excel in Space!

So sieht EVE laut Hersteller CCP aus.      So sieht EVE wirklich aus.

3. Ohne Zulassungsbeschränkung
Gerade mal 500.000 Spieler. Genau wie im Institut für Nepalesische Kunstgeschichte kennt da also jeder jeden. Zum Vergleich: World of Warcraft hat 12 Millionen. Allerdings, und gerade das darf man EVE zugute halten, alles spielt sich auf nur einem Server ab. Ihr spielt mit den Amis, Russen, Australiern, und die mit euch. Ganz toll für die Völkerverständigung wenn man sich ständig gegenseitig abknallt.

4. Würstchenparty
Eine vage Schätzung: Zu 98,62 Prozent wird EVE von jungen Männern im Alter von 25 bis 40 Jahren gespielt. Alles Matrosen in den Weiten des Alls. Klingt wahnsinnig homoerotisch. Aber liebe CAZ-LeserInnen! Falls ihr schon meint umworben zu werden, nur weil ihr zum Vortrag im „kleinen Schwarzen“ aufkreuzt … Das ist nichts gegen ein „Hello“ übers Mikro inmitten einer Flotte von Hunderten Mann (wortwörtlich).

5. Berufskompetenzen erwerben!
Natürlich das Wichtigste für angehende Akademiker, auf jeden Fall schon mal falls ihr euren Abschluss in Navigationstheorie für Raumkreuzer macht. Aber auch ansonsten: EVE lehrt euch spielend all die wichtigen Fähigkeiten, die später mal dienlich sein werden. Zu den großen Themen im Spiel gehören nämlich der freie Markt, unlauterer Wettbewerb, Versicherungsbetrug oder Masse statt Klasse. Nicht zu letzt kommt es in Onlinespielen wie diesem auf die soziale Komponente an, im EVE-Fachjargon als „Smacktalk“ bezeichnet.

Mehr über EVE Online auf der offiziellen Website (www.eveonline.com) von CCP. Dort steht auch eine Testversion mit 14 Tage freier Spielzeit bereit.

 

 

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