AMY
von Tobias Remag
Gespielt. Wenn Paul Cuisset, der Erfinder des Klassikers „Flashback“, ein neues Spiel veröffentlicht, dann kann man schon mal hellhörig werden. Und dann steckt hinter „AMY“ noch eine tolle Idee: In dem Zombie-Szenario gehört auch ihr zu den Untoten. CAZ hat‘s getestet.
Ihr kennt das ja vom Zombie-Genre: Nach dem Ausbruch der Seuche rottet sich irgendeine Gruppe zusammen, um zu überleben. In dem Titel „AMY“, der Mitte Januar über Xbox Live für zehn Euro veröffentlicht wurde, besteht diese Gruppe aus nur zwei Menschen: der Wissenschaftlerin Lana und dem autistischen Mädchen Amy. Und Lana ist auch noch infiziert. Dass sie Amy die meiste Spielzeit über an die Hand nimmt, anstelle zwischen die Zähne, liegt nur daran, dass Amy die Symptome mittels telekinetischer Kräfte lindern kann.
Beide schlagen sich durch. Viele dunkle Räume und Tunnel müssen aus der Schulterperspektive durchquert werden, um den Vielfraßen aus dem Weg zu gehen. Das könnte gruselig sein, ist aber frustrierend. Das Studio VectorCell hat nämlich einige unsinnige Design-Entscheidungen getroffen. Ständig gilt es, irgendwelche Rätsel zu lösen, die kaum Abwechslung bieten, wenig anspruchsvoll sind, eigentlich nur richtiges Timing benötigen. Und dieses Timing findet ihr mittels „Trial and Error“ heraus. Wer das vermasselt, darf für gewöhnlich die letzten 15 Minuten noch mal spielen. Untot ist ja schön und gut. Dann aber lieber ganz tot.
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