Runter vom Müllplaneten
von Tobias Remag
Daedalic Entertainment hat neue Adventures parat. Und zumindest alle Langzeitstudenten dürfen sich bei „Deponia“ ganz zu Recht an die goldene Ära des Genres erinnert fühlen. „Deponia“ ist so knifflig und humorig wie die berühmten LucasArts-Titel aus den 1990er-Jahren. CAZ hat’s getestet.
Das Studio Daedalic hat’s einfach drauf. Mit „Edna Bricht Aus“ und „The Whispered World“ konnten sich die Hamburger längst als führende Adventure-Entwickler profilieren. Und jetzt haben die ihr neues Werk veröffentlicht: „Deponia“. Das dreht sich um einen Planeten, der als interstellare Müllkippe dient. Dem Protagonisten Rufus stinkt das gewaltig. Der Griesgram muss dort nämlich sein Dasein fristen. Aber er wittert seine Chance, zu entkommen - gern auch mit der Identität eines anderen.
Die Geschichte läuft eine Verwechslungskomödie hinaus, die es in der Art schon in unzähligen Filmen gab. Die kommt nur langsam in Gang, und es passiert wenig Überraschendes. Trotzdem ist „Deponia“ richtig unterhaltend. Denn die Rätsel sind zumeist logisch, weder zu schwer noch zu leicht. Und Rufus hat unzählige Lacher auf seiner Seite. Der Charakter ist so von sich eingenommen und unsympathisch. Da macht’s Spaß, den von einem Fettnäpfchen ist nächste zu befördern, bis er endlich geläutert wird.
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