Bootsy Collins - Tha Funk Capital Of the World
16.05.2011 von Annett Schubert
Funk ist Spaß, Bewegung und gute Laune! Dieses Genre hat afroamerikanische Wurzeln und hat sich Ende der 1960er aus verschiedenen Einflüssen des Soul, Rhythm and Blues und Jazz entwickelt und Musikstile wie Disco, Hip-Hop und Rock stark geprägt. Im afroamerikanischen Slang der 50er Jahre war der Begriff „funky“ gleichbedeutend mit „schmutzig“ oder „erdig“. Anfänglich bedeutete dies auch Rauch bzw. schlechter Geruch. Ein großer Vertreter dieser funkigen Schiene ist Bootsy Collins - der extravagante Paradiesvogel mit seinem Plateaustiefel, seinem sternenverzierten Bass und dem Zylinder auf dem Kopf. Er wird auch liebevoll „das wilde Kind des Rock'n'Roll“ genannt. Seine Karriere kam in der Band von James Brown ins Rollen. Bootsys markanter Bass prägte beispielsweise „Sex Machine“!
Der inzwischen 60-Jährige brachte nun Ende April sein erstes Studioalbum seit fünf Jahren auf den Musikmarkt: „Tha Funk Capitol Of The World“. Dieser weitere Meilenstein – neben 22 weiteren – in seiner mittlerweile über 40-jährigen Laufbahn prägt seine „funky“ Laufbahn quasi als neuen Lebensabschnitt, wobei er dabei nicht die Entscheidung gefällt hat, wann was wie und wo gemacht wird, sondern nichts geringeres als das große weite Universum. Nach Meinung des „Groove-Opis“ besteht das Geheimnis darin, dass man dem Universum nicht diktieren kann, was zu tun ist. Er meint, das Universum sagt einem, wenn es soweit ist. Und dann muss man einfach bereit dafür sein. Na bloß gut, dass es ihm gesagt hat, er müsse jetzt seine neue Scheibe veröffentlichen! Die ist nämlich richtig schön funkig und groovig und verbreitet absolute Partylaune durch die teils mitreißende Melodien und beseelten Rhythmen. Nicht nur das, er schafft es zwischendurch auch, zum Nachdenken anzuregen und tiefer in die Materie zu gehen mit Themen, die jeden Menschen irgendwo bewegen.
Es sollte aber kein reines Funk-Album werden, sondern verschiedene Blickwinkel wurden einbezogen, so dass neue und sehr unterschiedliche Territorien erobert wurden. Unterstützt wurde er dabei von vielen bekannten Freunden aus der Szene. Sogar aus dem Schauspielerlager holte sich Collins Verstärkung: Samuel L. Jackson bereichert „After These Messages“. Und dann wäre da noch seine Ode an James Brown, „JB – Still The Man“, eine musikalische Biografie und Würdigung des „Godfather Of Funk“. Damit ragt Bootsy Collins mit seinem nie endenden Ideenreichtum mal wieder aus der Masse heraus.
Bootsy Collins resümiert: „Worum es in meinem Leben und in meiner Musik letztlich geht, ist Freiheit. Die Freiheit, all die Sounds und Ideen und Dinge zu suchen und zu verfolgen, die man fühlt. Die Musik verlangt förmlich danach, zwingt einen dazu, dass man offen ist und der Welt das gibt, was man ihr geben kann. Und genau das ist die Botschaft, die ich mit „Tha Funk Capitol Of The World“ unter die Leute zu bringen versuche.“
Aber hört am besten einfach selbst :)
Alle Infos unter www.bootsycollins.com









