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Doreen - Vorsicht zerbrechlich

01.09.2011 von Annett Schubert

"An Euch,

endlich … Mein größter und lange undenkbarer Traum ist in Erfüllung gegangen… Mein erstes Album! Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie viel mir das bedeutet. Es war ein langer, harter Weg bis hierhin. Mit den Steinen, die mir in den Weg gelegt worden sind, hätte ich mir locker ein Haus bauen können!Aber ich lebe, gezwungenermaßen, nach dem Motto “Was dich nicht umbringt, macht dich härter“… Mein Leben lang. Der Spruch ist wahr… Und wie!Bis mir bewusst wurde, dass das Singen der größte Teil meines Lebens sein wird, habe ich zusammen mit meiner Schwester und meinem Vater in der Platte gewohnt und bereits in jungen Jahren gelernt, mich durchzubeißen…

Ich bin zur Schule gegangen und hab meinen Anspruch an mich selbst wachsen lassen. Zu sehr… Denn wenn die Blätter zu groß für die dünne Äste sind, nützen dir die stärksten Wurzeln nichts… Man geht ein wie ne Primel… Im wahrsten Sinne des Wortes. Während meine Familie auseinander brach, kam ich in die Pubertät und versuchte, mit aller Macht zu verstehen, warum meine Eltern so sind wie sie sind. Da kam auch gleich die Musik um die Ecke und klopfte an meine Tür… Ich konnte mich super mit Ihr beschäftigen, mich in ihr finden, mich hinter ihr verstecken und sie genießen.

Ich hab jeden Tag nach der Schule geübt. Jeden Tag. Im Bad – die beste Akustik! Wenn ich frasieren lernen wollte, hab ich Sugababes angemacht... Für den Aufbau meiner Kopfstimme war Glashaus ausschlaggebend und die Bruststimme hab ich mit Christina Aguilera und Xavier Naidoo trainiert. Wie gesagt, jeden verdammten Tag. Das ist super, wenn man keine Kohle für einen Gesangslehrer hat. Ich halte davon sowieso nicht viel. Besser individuell als perfekt!Ich bin dann irgendwann auf Sommerfesten und anderen Events aufgetreten, für 10 Euro. Fast jedes Wochenende. Natürlich haben meine Noten kurzzeitig auch darunter leiden müssen…

tl_files/musik/Doreen_Pressefoto_4.jpgMein Plan war aber der - Zwei Jahre “Ich mach was ICH will“ und “Meinen Abschluss mache ich mit 1,9!“ Den habe ich übrigens auch realisiert... Ich hätte mit diesen Mini-Auftritten auch ewig weitermachen können, wenn meine Schwester mich nicht zum Popstars-Casting geschleift hätte. Casting? Ich? NEIN!Ähm… Okay! Beim ersten Mal hab ich es nur unter die letzten 50 geschafft, beim zweiten Mal aufs Siegertreppchen. Stolz wie Bolle und hochmotiviert wollten wir damals als Nu Pagadi den Musikmarkt revolutionieren… Wir können das schaffen!!!!Wer, wenn nicht wir??? Haha… Klasse, oder? Schon nach kurzer Zeit habe ich nämlich begriffen, wie das Musik-Business läuft. Ganz anders , als ich dachte und viel erbarmungsloser, als ich es mir vorstellte. Mich hat es damit aus der Band gerissen. Ich war raus, und das war auch gut so!

Ich bereue nichts. Es war wichtig, eine krasse Zeit. Alter Schwede!Wenn ich diese Zeit nicht erlebt hätte, wäre ich auch nicht meinem Verlobten begegnet. Ich bin sehr dankbar für ihn, seit mittlerweile 6 Jahren. Er bereichert mich und mein Leben und es fühlt sich sehr gut an, ihn zu lieben und geliebt zu werden. Mehr habe ich diesem Thema nicht zu sagen. Es ist privat und bleibt meins. Sorry… Also kein “Doreen & Sido in Love“! Auch meine erste veröffentlichte Solosingle, “Der Brief (den ich nie schrieb)“, war nicht an Sido gerichtet. Die zweite Single kam allerdings aus seiner Feder und hat das widergespiegelt, was mir sehr wichtig ist. Ich bin meine eigene Frau und nicht (nur) die Frau von Sido. Auch nicht (nur) eine Ex-Frontfrau einer Castingband. Ich bin mehr, denn ich hab mehr zu erzählen. Ich möchte Euch mit meinen Songs berühren.Ich will mich mitteilen und SINGEN. Für und mit Euch. Ich möchte, dass Ihr meinen Song zu Ende singt… Das wäre schön. Nach nunmehr fünf Jahren sind meine Songs und ich soweit. Erfolg, Misserfolg, Tränen und viele Erfahrungen hat es gekostet.

Mein Solo-Debüt-Album heißt “Vorsicht zerbrechlich.“ Und das ist es auch. Es ist sehr viel wert...

Eure Doreen"

 

Info: Doreen ist u. a. auch Teilnehmerin beim Bundesvision Song Contest!

Am 29. September geht der Bundesvision Song Contest in eine neue Runde. Sechzehn deutsche Bundesländer treten musikalisch gegeneinander an. Im letzten Jahr hatte Unheilig für Nordrhein-Westfalen gewonnen. In diesem Jahr findet das Musik-Event in Köln statt.

Die Künstlerin Doreen (24) und gleichzeitig Freundin von Rapper Sido (30) wird mit ihrem neuen Song „Wie konntest du nur?“ aus dem neuen Album „Vorsicht zerbrechlich“  für das Bundesland Brandenburg antreten und will noch in diesem Jahr mit ihrem Solo-Projekt durchstarten. Die hübsche Blondine wurde durch die Popstars-Band Nu Pagadi bekannt.

Über die Alin Coen Band, die für Thüringen antritt, erfahrt Ihr demnächst hier auf „Hör mal“ auch etwas mehr ... ;)

Alle sechzehn Teilnehmer im Überblick:

Baden-Württemberg: Glasperlenspiel
Bayern: Andreas Bourani
Berlin: Tim Bendzko
Brandenburg: Doreen
Bremen: Flo Mega
Hamburg: Thees Uhlmann
Hessen: Juli
Mecklenburg-Vorpommern: Jennifer Rostock
Niedersachsen: Bosse & Anna Loos
Nordrhein-Westfalen: Frida Gold
Rheinland-Pfalz: Jupiter Jones
Saarland: Pierre Ferdinand et les Charmeurs
Sachsen: Kraftklub
Sachsen-Anhalt: Flimmerfrühstück
Schleswig-Holstein: Muttersöhnchen
Thüringen: Alin Coen Band

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