Kitty Kat - Pink Mafia
29.04.2011 von Annett Schubert
Vor fünf Jahren wurde eine Frau quasi
über Nacht zu Deutschlands bester Rapperin gekürt. Das war zu Aggro
Berlin-Zeiten, wo ihr eigentlich nur eine Nebenrolle zugeschrieben war. Sie
stand im Schatten von Sido und den anderen Jungs der Crew, war aber auf allen
Veröffentlichungen vertreten und hatte ihre ersten Auftritte vor Tausenden von
Fans bei sämtlichen Großveranstaltungen. Die Rede ist von Kitty Kat
(bürgerlicher Name: Katharina Löwel). Die 29-Jährige wurde in Ost-Berlin
geboren. Dann floh die Familie 1986 in den Westen, nach Augsburg. Später
absolvierte sie nach dem Realschulabschluss eine Lehre zur Bankkauffrau. Jedoch
ließ sie das Verlangen, Musik zu machen, nie so richtig los. Deshalb ging sie
mit 21 zurück nach Berlin, wo sie von Paul NZA (ehem. Aggro-Berlin-Produzent)
entdeckt wurde.
Mit Kitty Kat eilte Aggro Berlin von Erfolg zu Erfolg: Gold, Platin, Echos, mittlere Massenhysterien. Leider war zu der Zeit für ein eigenes Album kein Platz. Aber das holte die Rapperin später doppelt nach. Denn nach dem Aus von Aggro stand Kitty Kat sozusagen erst einmal im Regen, aber mit dem festen Willen, zu kämpfen – für Ihren Traum, Musik zu machen. Und siehe da: Ihr erstes Debütalbum „Miyo“ (2009) war geboren. Nun erschien im März ihr neues Album „Pink Mafia“ (Universal Domestic/Urban), das sie schließlich als Vollblut-Künstlerin entlarvt. Die passende musikalische Unterlage kommt vom Berliner Produzenten Kraans de Lutin, der schon erfolgreich mit unterschiedlichen Künstlern wie Culcha Candela, Sido und Nena zusammengearbeitet hat.
„Ich wollte für das Album unbedingt mit einem Produzenten arbeiten, der Gefühle vermitteln kann. Der einen coolen Beat zum Abgehen und Partymachen raushauen, aber auch echte Gänsehautmelodien schreiben kann. Wenn ich etwas Trauriges zu sagen habe, dann soll einen alleine schon der Beat zum Heulen bringen!“
Hier präsentiert sie sich als erwachsene Frau mit klarer Botschaft und authentischen Stories frei nach dem Motto: That’s life! „Verzeih Mir“ ist ein tief berührendes Lied für Kitty Kats ungeborenes Kind, das sie als gerade einmal 17-Jährige abtrieb. So reflektiert sie in verschiedenen Songs zwischenmenschliche Beziehungen und schickt Mut dorthin, wo man längst vergessen hat, wie man Hoffnung überhaupt buchstabiert.
Der First Lady of Rap ist es egal, wenn die Leute sagen: Das ist doch eigentlich gar kein HipHop mehr! Dazu äußert sie sich so: „Ich habe mich nie auf eine Schublade beschränkt. Ich bin Musikerin, ich liebe Musik, und diese Liebe will ich mit anderen teilen. Viele wollen in mir die harte Rapperin sehen. Aber ich bin vor allem ein einfühlsamer Mensch. Der Öffentlichkeit diese Seite an mir zeigen zu können, war eine riesige Befreiung für mich.“
„Pink Mafia“ ist urbane Popmusik aus dem Hier und Jetzt. Der Sound für bebende Tanzflächen – mit eingängigen Features wie Xavier Naidoo oder Megaloh.
Mehr Infos: www.kittykat.cc









