Das deutsche Manchester spuckt eine neue Perle aus ihrem Schlund: SURALIN
23.09.2011 von Annett Schubert
SURALIN aus Chemnitz veröffentlichen nur zwei Jahre nach Gründung und ein Jahr nach ihrem Debüt „Leda“ (CAZ berichtete) ihr neues Album „A General Dogsbody“ (VÖ: 7. Oktober 2011; Cargo Records Germany GmbH). Der öde und düstere Winter im industriell-historischen Flair scheint dabei die Kreativität der Band beflügelt zu haben.
Suralin bleiben sich treu. Von der Frau mit Schwan zum Mädchen mit Hund. „A General Dogsbody“ bedeutet soviel wie „Mädchen für alles“, was beim Anblick des Covers durchaus Interpretationsspielraum lässt.
Die Musik spinnt den roten Faden weiter: Das reduzierte, sparsame und stetig Spannende ist auch der Kern der neuen Platte. Bass, Schlagzeug, zwei Gitarren und eine Stimme - ohne mit der Wimper zu zucken! Die neuen Songs sind dabei kompakter, kürzer und noch mehr auf das Wesentliche reduziert. Wie „Leda“, besticht auch „A General Dogsbody“ durch seine Vielseitigkeit. Jedes der zehn Fragmente integriert sich auf seine ganz eigene Weise in den musikalischen Entwurf der Band.
Musikalisch werden die 90er ausgeblendet und eine Brücke zwischen Bands wie GANG OF FOUR, FUGAZI, TRANS AM oder auch den frühen SONIC YOUTH zu Bands der Jetzt-Zeit wie INTERPOL, THE THERMALS oder auch DEERHUNTER gebaut.
Das Spektrum reicht von eingängigen Sommersongs wie „Keep It Dark“ bis hin zu progressiven Ausbrüchen wie „Catharsis?!“. Stücke wie „Bright Black Morning Light“ reiten hypnotisch auf einer Tonart und werden von einem abgehangenen, angezerrten Sprechgesang zerfurcht. SURALIN scheuen keine Experimente und packen auch mal einen episch-verwirrten Popsong wie „Sonata For A Good Soul“ an und bleiben dabei ihrem Stil dennoch treu! Zwischen Postpunk und Pop zeigt die Band, das weniger mehr ist und überzeugt mit einem konsequent kraftvollen und durchweg interessanten Album.
Wer wissen will, wie es im Studio bei den Arbeiten zu „A General Dogsbody“ zuging, kann sich auf motor.de den Videoblog anschauen. Zwei Gigs stehen auch bereits fest, neben der obligatorischen Party in ihrer Heimatstadt Chemnitz ist auch ein Trip nach Berlin angesagt. Weitere Daten sind bereits in der Planung. Die Band steht vor und während der Tour selbstverständlich auch für Interviews zur Verfügung.
Hier seht Ihr das Video zur Single:
http://www.motor.de/news/11518804;suralin_bright_black_morning_light_exklusive_videopremiere_von_suralin.html
SURALIN live:
30.09.2011 Chemnitz, Atomino
01.10.2011 Berlin, Lovelite und Cottbus, Bebel (+ The Domino State)
02.10.2011 Potsdam, Waschhaus (+ The Domino State)
21.10.2011 Dresden, Scheune
Weitere Infos: www.suralin-music.de









