Der Standardmedienkonsument kennt Corinna Harfouch in allerlei verschiedenen Rollen, mit denen sie unzweifelhaft eine Menge zur deutschen Medienlandschaft beigetragen hat. Jetzt kann man sich auch noch bei Frau Harfouch für den Hoffnungsschimmer am deutschen Raphimmel, namentlich Käptn Peng und Die Tentakel von Delphi, bedanken.
Mit den vergangenen Alben „So Jealous“ (2005), „The Con“ (2008) und auch „Sainthood“ (2009) hatte sich das kanadische Zwillingspaar Tegan And Sara in die Herzen vieler Indie-Rock-Liebhaber gespielt. Der Einsatz von Akustikgitarre, Bassline und Schlagzeug, rührende Texte und die Stimmen der beiden Sängerinnen, die irgendwie besonders schienen, überzeugten viele Kritiker.
Man sollte meinen, ins doch stark erschlossene deutsche Singer/Wongwriter-Metier getraut sich kein Neuling: Mark Forster schreitet dennoch mutig mitten rein. Doch dann scheint ihm der Mut auszugehen: Sein Debütalbum „Karton“ sprudelt zumindest nicht vor ungebremster Innovation über.
„42“ heißt das Ergebnis der Zusammenarbeit von Phil Vetter und Francisco Perez Mazon. Es ist bereits das fünfte Studioalbum des Tausendsassas Vetter und das Besondere daran ist, dass es seine erste komplett deutschsprachige LP ist.
Einst war Rap dem Deutschen nur als Sprechgesang afro-amerikanischer Künstler mit Groove bekannt. Dann wagten sich die Fantastischen Vier an jede Menge Spaß-Musik, welche das Hip Hop-Hemd anzog. Und dann? Dann kam Aggro Berlin und mit dem Label die deutsche Underground-Rotzfrech-Gangsta-Rapmusik. Nun hat Sido sich an seine Plattensammlung begeben und ein Best Of-Album zusammengestellt.
Die Schuhe sind schon fast zertanzt und der Morgen naht – oder man ist gar nicht in Party-Stimmung, sondern möchte einfach ein wenig mit Freunden in der Lounge lümmeln und am Säftchen nuckeln – Chillout-Musik ist nun gefragt!
Ska und Reggae aus Südtirol – man mag es kaum glauben. Soultra-ungewöhnlich, wie das klingt, so abgedreht scheinen auch die Musiker von Vino Rosso zu sein. Man stelle sich vor, es gibt noch mehr Chaoten, als im eigenen Freundeskreis: Und die tobten sich offensichtlich auf „Huamkemmen“ aus.
Achtung: Pop! Wer damit leben kann und eh gern in Erinnerungen an die 90er-Jahre schwelgt, wird das neue Alanis Morissette Album „Havoc and Bright Lights“ gern in den CD-Schlund schmeißen.
Die Berliner Band Super 700 hat sich selbst neu erfunden: Die schwesterlichen Backgroundsängerinnen sind verschwunden und auch ihr Harmonie-Pop hat einen neuen Energie-Anstrich bekommen.
Es gibt immer noch CDs, deren Musik man hört und sich sofort fragt: „Hey, wer ist denn das?“. Und die Mitfahrgelegenheit auch. Und die WG-Genossen auch – und die, die neben den eigenen Kopfhörern gaaanz nah in der 61 stehen. So passiert es auch bei Jamaram und ihrem „La Famille“.
Mia Diekows Debütalbum „Die Logik liegt am Boden“ schleicht sich mit wortgewaltigen Texten und eingängigen Melodien in die Gehörgänge der Deutschen. Würden Clueso und Mieze Katz, die Frontfrau von MIA, ein Kind zeugen: Es würde sich wie Mia Diekow anhören.
Cris Cosmo verbindet den lässigen Charme eines Straßenmusikers mit dem Herzblut eines erfahrenen Songwriters. Der leidenschaftliche Sänger, der fließend Spanisch und Portugiesisch spricht, wurde schon für einen ECHO nominiert und veröffentlicht am 7. September 2012 – kurz vor seiner Teilnahme am Bundesvision Song Contest 2012 – sein drittes Album „Mund zu Mund“.
Norah Jones, die mehr Grammys im Schrank hat, als andere Tassen, ist zurück! Doch ist sie es? Drei Jahre ist es nun her, seit die gefühlvolle Musikerin ihr letztes Album veröffentlichte. Nun scheint sie dank der Hilfe Danger Mouse, Mitglied von Gnarls Barkley und anerkannter Produzent, eine neue Seite an sich entdeckt zu haben.
Haight Ashbury sind ein Trio wie „Peter Paul and Mary“, „Crosby Stills and Nash“ und „Motörhead“ –klingen jedoch nicht unbedingt so. Sie spielen Sunshine-Pop von der Westküste, angefüllt mit geschlossenen Harmonien und mitreißenden Melodien.