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Dresdner Forschung für bessere Gesundheit

Uniklinik TU Dresden Bone Lab FOP
Martina Rauner (links) und Ulrike Baschant vom Bone Lab forschen, um die Krankheit FOP zu heilen.

Worum geht’s? TU Dresden, HTW Dresden, Uniklinik, Bone Lab, seltene Krankheiten

Gesund sein wollen wir doch alle. Deshalb forschen Dresdner Wissenschaftler derzeit eifrig daran, Krebs und einer sehr seltenen Krankheit namens FOP den Kampf anzusagen.

Kampf dem Knochenwachstum

Knochen sind ein essenzieller Teil unseres Körpers und nach einem Unfall sollen sie möglichst schnell wieder zusammenwachsen. Was aber, wenn nicht nur die Knochen wachsen, sondern nach und nach auch Muskeln und Gewebe verknöchern? Dieses Horrorszenario trägt den medizinischen Namen Fibrodysplasia Ossificans Progressiva (FOP) und ist eine von mehr als 6000 seltenen Krankheiten, von denen vier Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind.

Im Falle von FOP gibt es jetzt Hoffnung auf Heilung. Nach jahrelanger Forschungsarbeit entdeckte das internationale Team des Forschungslabors „Bone Lab“ der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden ein Protein, welches das Knochenwachstum im Bindegewebe hemmt. Transferrinrezeptor-2 (Tfr2), ein Protein aus dem Eisenstoffwechsel, bindet für die Knochenmineralisierung verantwortliche Proteine und verhindert so die unerwünschte Knochenbildung. Diese Ergebnisse können nicht nur Menschen mit FOP, sondern auch mit anderen Skeletterkrankungen helfen. Die ganze Studie von Prof. Martina Rauner und Dr. Ulrike Baschant gibt es hier.

Tumorberechnungen

Lange bevor eine Krebserkrankung mit medizinischen Geräten identifiziert werden kann, findet im Gewebe ein Kampf zwischen gesunden und entarteten Zellen statt. Setzen sich letztere durch, bildet sich ein Tumor. Wissenschaftlern von HTW und TU Dresden ist es in einem Kooperationsprojekt gelungen, mittels eines mathematischen Modells die Entwicklung von Tumoren vorherzusagen.

Das Team um Prof. Dr. Anja Voß-Böhme von der HTW Dresden und Prof. Dr. Andreas Deutsch vom Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden entwickelten ein Modell, welches die zur Entstehung eines Geschwürs notwendige Mindestanzahl entarteter Zellen in verschiedenen Gewebetypen schätzt. Die Schätzung ergab, dass diese Mindestanzahl gewebeabhängig ist. Die Größe dieser so genannten Zellnische ist für den Darm bereits bekannt und diente der Validierung des Modells. Der Einsatz mathematischer Modelle könnte die Identifikation des Zelltyps zukünftig bereits ab der ersten Veränderung ermöglichen und so die Tumorfrüherkennung ein weiteres Stück voranbringen.

Text: Madeleine Brühl
Foto: xxxxx

Jetzt seid ihr dran. Kennt ihr spannende Forschungsprojekte? Über welche Wissenschaftsbereiche sollen wir berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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