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Klingt gut: Gitarren aus Fichte statt Tropenholz

TU Dresden Forscher erfinden Verfahren für Gitarren aus Fichte, Ahorn statt Tropenholz
Gitarre spielen mit gutem Gewissen ist doch gleich viel cooler.

Worum geht’s? TU Dresden, TU Bergakademie, Elbsandsteingebirge, Georisks, Karlsuniversität Prag

Musikinstrumente, für die kein Holz aus den Tropen gebraucht wird, und eine App, die vor Felsstürzen warnt – ganz schön spannend, was Dresdner Wissenschaftler erfinden.

Musikalische Bäume

Die Ingenieure der TU Dresden haben für die Gitarrenmanufaktur „Hanika“ ein technisches Verfahren entwickelt, das einheimische Hölzer wie Fichte, Ahorn oder Kirsche mit ausgezeichneten Klangeigenschaften versorgt und sie damit für den Bau akustischer Gitarren nutzbar macht. Durch eine besondere thermische Behandlung erhalten die heimischen Hölzer mindestens die gleichen akustischen Eigenschaften wie Tropenholz. Damit haben die Dresdner Holztechniker ein regionales Ersatzmaterial für artengeschütztes Tropenholz bereitgestellt.

Bisher werden Konzertgitarren aus einer Kombination lang gelagerter tropischer Holzarten wie westindische Zedrele für den Hals, ostindischer Palisander für Zarge und Boden und Ebenholz für das Griffbrett hergestellt. Mit dem Behandlungsverfahren der TU Dresden werden einheimische Hölzer mit einer bestimmten Temperatur und einem bestimmten Druck für eine gewisse Zeit thermisch behandelt, um die notwendigen Alterungsprozesse des Holzes zu beschleunigen. Danach können sie nach nur einem Jahr zu hochwertigen Musikinstrumenten weiterverarbeitet werden.

Gefahr von oben? App gegen Felsstürze

Das Projekt „Georisks“ beschäftigt sich mit Gefahren im Elbsandsteingebirge, z.B. Felsstürze oder Schlammlawinen. Die Projektpartner, darunter die TU Bergakademie Freiberg und die Karlsuniversität Prag, wollen von 2018 bis 2021 das Vorhaben umsetzen.

Dabei erfasst ein Expertensystem grenzüberschreitend die für Georisiken relevanten Raumdaten und bietet einen aktuellen Kenntnisstand über mögliche Gefährdungen in bestimmten Gebieten. Hierzu gehört auch eine App für Smartphones, mit der Personen Steinschläge oder Felsstürze aufnehmen und in eine Datenbank hochladen können. Diese Angaben werden von Fachleuten kontrolliert. Ein Monitoring- und Frühwarnsystem misst an ausgewählten Orten mögliche Bewegungen und kann bei ungewöhnlichen Bewegungen ein Warnsignal abschicken und somit ein schnelles präventives Handeln der Behörden ermöglichen. Mittels ingenieurgeologischer Untersuchungen werden vor allem an Verkehrswegen Bewertungen zur jeweiligen Gebirgseigenschaft durchgeführt.

Text: PR
Foto: Pixabay/Viktoria Borodinova

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