Schreib uns per WhatsApp: 0172 77 18 33 4

Weniger schleppen mit Möbeln aus Pappelholz?

TU Dresden Forstpolitik Möbel aus Pappelholz Dendromass4Europe
Pappelholz verspricht weniger Schleppen. Wenn nur der Aufbau der Möbel auch einfacher wäre ...

Worum geht’s? TU Dresden, Forstpolitik, Dendromass4Europe, taktiles Internet, Modern Replacement, Sächsischer Staatspreis für Design

Möbel aus Pappelholz sollen besonders leicht sein. Ein Forscherteam der TU Dresden begleitet ein Projekt, bei dem die Bäume extra angepflanzt und ökonomisch genutzt werden.

Wohnst du noch oder pappelst du schon?

Die Einrichtungsgegenstände eines gewissen Möbelhauses sind bekannt dafür, dass sie sehr leicht und platzsparend verpackt sind. Ein Forscherteam der TU Dresden hat jetzt eine Möglichkeit gefunden, diese noch leichter zu machen. Prof. Dr. Norbert Weber von der Professur für Forstpolitik und Forstliche Ressourcenökonomie der TU Dresden ist Projektkoordinator des Nachhaltigkeitsprojekts Dendromass4Europe.

Für das Projekt mit länderübergreifenden Forschungskooperationen wurden in der Slowakei auf 1000 Hektar Pappeln angepflanzt. Diese enorm schnell wachsenden Bäume ließen dort im letzten Jahr einen sechs Meter hohen Wald entstehen. Neben der ökonomischen Nutzung von Holz und Rinde zum Beispiel eben als Rohstoff für Möbel haben die Pappeln auch einen positiven Effekt auf das Ökosystem. Sie filtern Giftstoffe aus dem Boden und machen ausgelaugte Böden wieder landwirtschaftlich nutzbar, zudem steigt die Biodiversität durch die Ansiedlung von Blühpflanzen und damit auch Schmetterlingen und Insekten.

Im Notfall ist Ersatz da

Da wünscht man dem Startänzer „Hals- und Beinbruch“ und dann nimmt der das doch tatsächlich wörtlich und bricht sich etwas! Lenard Opeskin und Paul Judt, Studenten der TU Dresden, sorgten mit ihrer taktilen Internetanwendung dafür, dass solche Situationen Choreografen in Zukunft weniger graue Haare bescheren. Taktile Anwendungen geben dem Benutzer nicht nur visuelles, sondern auch haptisches Echtzeit-Feedback. Für ihr technisches System „Modern Replacement“ erhielten die beiden kürzlich den Sächsischen Staatspreis für Design in der Kategorie Nachwuchs-Produktdesign.

Das System ermöglicht es neuen Tänzern, in kürzester Zeit eine Performance zu lernen, ohne dabei auf das restliche Ensemble angewiesen zu sein. „Modern Replacement“ besteht aus einem Gürtel mit acht Vibrationsmotoren, zwei Armbändern und einem Beamer. Gürtel und Armbänder ziehen den Tänzer geradezu in die richtige Position, während der Beamer einen Eindruck von Dynamik und Rhythmus der anderen Tänzer vermittelt. In Zukunft könnten solche Systeme des taktilen Internets auch in anderen Sportarten oder in der Industrie eingesetzt werden und so ein völlig neues Lernerlebnis bieten.

Text: Madeleine Brühl
Foto:

Jetzt seid ihr dran. Kennt ihr spannende Forschungsprojekte? Über welche Wissenschaftsbereiche sollen wir berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

Zurück

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...