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Auslandsaufenthalt: Was sollte ich unbedingt beachten?

Auslandsaufenthalte gehören zu fast jedem Studium dazu. Eine Dresdner Studentin berichtet über ihre Erfahrungen bei der Planung und was sie im Nachhinein anders machen würde.

 

 

 

 

Tschüss und weg bin ich!, dachte sich im September auch Corinna Teichler (Foto), die im vierten Semester Hydrologie studiert. Neuseeland war das auserwählte Ziel. Die Wahl auf das Land „am anderen Ende der Welt“ fiel durch ein Ausschlussverfahren. Englischsprachig sollte das Land sein und möglichst weit weg von Zuhause.

Bei der Suche nach einer Praktikumsstelle hieß es bei Corinna: „Einfach drauflos gegoogelt!“ Von vielen Absagen darf man sich aber nicht unterkriegen lassen. Am besten ist es, mit der Planung ein Jahr im Voraus zu beginnen, damit es einen Puffer gibt, falls etwas nicht sofort so läuft, wie man sich das vorgestellt hat.

„Besonders wichtig ist es“, sagt Corinna, „über die Formalien Bescheid zu wissen, die man braucht, um in ein Land einzureisen und für gewisse Zeit dort leben zu dürfen.“ Diese ersten Infos können am besten durch das Lesen von Reiseblogs und Reiseberichten gesammelt werden. Hier kann man erfahren, wie es anderen in der gleichen Situation ergangen ist und kann so Fehler vermeiden.

Der nächste Schritt war es, sich zum Beispiel beim Leonardo-Büro Sachsen (www.leo.tu-dresden.de) über mögliche Stipendien zu informieren. Wie eine Bewerbung dafür auszusehen hat, ist von der jeweiligen Organisation abhängig. Auch ein Finanzplan kann hilfreich sein.

Für Corinna war es notwendig, eine Beurlaubung vom Studium zu beantragen, um weiterhin einen Anspruch auf Kindergeld zu haben. Das Sicherste ist es, den Vertrag für das Praktikum schon vor der Abreise in Sack und Tüten zu haben. Hierbei muss der oft sehr lange Postweg beachtet werden. Auch der Mietvertrag und vieles mehr müssen fristgerecht gekündigt werden, wenn man keine zusätzlichen Kosten haben möchte. Versicherungen sollten ebenso schon im Voraus abgeschlossen sein. Ansonsten stellt sich die Frage: Greifen meine Versicherungen auch im Ausland? Auch Informationen über eventuell nötige Impfungen sind wichtig. Außerdem ist ein internationaler Führerschein für die Arbeit oft ein Muss.

Alles abgehakt auf der To-Do-Liste? Auf die Frage, was sie im Nachhinein anders machen würde, antwortet Corinna: „Ich glaube, ich habe den Zeitpunkt falsch gewählt und würde ein kürzeres Praktikum bevorzugen, um mehr vom Land erleben zu können. Außerdem sind viele Vorbereitungen in die Prüfungszeit gefallen, was viel Stress verursacht hat.“

Nach dem halbjährigen Praktikum wird Corinna erst Australien und anschließend Südostasien bereisen, bevor sie nach Dresden zurückkehrt. Zu Weihnachten will sie die Südinsel erkunden und auf einem Festival ins neue Jahr tanzen.

Text: Franziska Welke

Foto: privat

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