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Deutschlands schönste Unis: Warum die TU nicht mithalten kann

Uni Vergleich StudiCheck.de TU Dresden Uni Eichstätt
Schöne Gebäude und viel Grün: Der Campus der Uni Eichstätt-Ingolstadt.

Worum geht's? TU Dresden, StudyCHECK.de, Campus, Mensa, SLUB, Uni Eichstätt

In einer Umfrage von StudyCHECK.de wurden die fünf schönsten Unis Deutschlands gewählt. Die TUD ist nicht dabei. CAZ-Autorin Inga Schütte zieht einen persönlichen Vergleich. Sie ist in diesem Sommer an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt gewechselt und – was für ein Zufall – die gehört zu den Gewinnern.

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Unis grundsätzlich unterschiedlich zu sein. Eichstätt hat circa 5500 Studierende und den Schwerpunkt auf Lehramt und geisteswissenschaftliche Studiengänge gelegt. Maschinenbau und Elektrotechnik sucht man hier vergebens, stattdessen aber Archäologie oder Journalistik. In Dresden studieren hingegen über 32000 Menschen. Auch wenn Dresden eine Volluniversität ist, liegt der Schwerpunkt auf den sogenannten MINT-Fächern. Ein Journalistikstudium kann man hier lange suchen (aber erste journalistische Erfahrungen bei der CAZ sammeln ;) )

Dresden punktet mit guter Mensa

Generell ist in Dresden im Vergleich zu Eichstätt alles größer, aber ist es deswegen auch gleich besser? Was ich vermisse, sind die verschiedenen Mensen mit unterschiedlichen Gerichten, die alle verhältnismäßig nahe beieinander liegen. In Eichstätt gibt es eine Mensa und ich vermisse leidlich die große, vielfältige Auswahl. Dafür gibt es hier viele kleine Restaurants und Bäckereien, alle in Laufweite, die sich auf Studierende eingestellt haben und gerade zur Mittagszeit ein vielfältiges Angebot präsentieren. Es ist zwar nicht so günstig, aber es bereichert die Auswahl.

Grüner Park statt Hauptstraße

Nicht nur Eichstätt selbst, auch der Campus ist recht klein. Kein Problem, denn man läuft nie länger als 15 Minuten irgendwohin. Und man läuft nicht an einer stark befahrenen Hauptstraße wie dem Zelleschen Weg entlang, sondern durch einen grünen Park mit Springbrunnen oder eine barocke Innenstadt, da die Uni im Herzen von Eichstätt liegt. Dafür muss man aber auch laufen (oder das Fahrrad nehmen), um dorthin zu gelangen. Denn hier fährt der Bus nur alle 30 Minuten (und auch nur bis 18 Uhr), aber natürlich nicht in die Innenstadt rein.

Seltsamer Bibo-Modus

Was mich am Anfang – und teils noch immer – irritiert hat, ist, dass die Bibliothek mehrere Standorte hat, aber alle fast immer relativ leer sind. Und die Bücher sind alle präsent oder können nur über Nacht ausgeliehen werden. Wobei „Nacht“ hier ab 20 Uhr meint. Einige Bücher können, wie in der SLUB, im Magazin bestellt werden und diese können dann für eine Woche (!) ausgeliehen werden. Ich habe noch nicht verstanden, wie hier manche Studierende ihre Hausarbeiten schreiben können. Außerdem muss jedes Buch immer an seinen Standort zurückgebracht werden. Alles in der Zentralbibliothek? Fehlanzeige!

Beamer und Whiteboard in jedem Raum

Ein unschlagbarer Vorteil, den die Uni Eichstätt gegenüber Dresden hat, ist die Tatsache, dass es in jedem Raum einen Beamer und ein Whiteboard gibt. In manchen ist sogar ein XXL-Touchscreen-Fernseher vorhanden, was mitunter sehr praktisch sein kann.

Mein persönliches Fazit

In Dresden habe ich studiert und hatte eine super Studienzeit. Die Stadt hat zwar aufgrund ihrer Größe eine vielfältigere Auswahl an Studiengängen und Mensa-Angeboten, aber an den Charme von Eichstätt kommt Dresden nicht heran. Wobei an dieser Stelle zum Abschluss noch gesagt werden sollte, dass der Charme hier auf die Uni bezogen ist. Am Wochenende und in den Semesterferien ist es hier wie ausgestorben. Daher wird Eichstätt für mich nicht das Ende einer Reise sein. 

Text: Inga Schütte
Fotos: Inga Schütte, Robert Härer/Archiv

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