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Dresdner Campusradio: Hör mal, wer da spricht!

Wusstet ihr, dass es in Dresden ein Campusradio gibt? Vor Kurzem ist das Team in ein neues Studio gezogen. CAZ-Autorin Jenny Trautmann hat die Journalisten-Kollegen dort besucht.

 

 

 

 

Drei Jahre ist es her, da habe ich ein Tutorium beim Campusradio gemacht und mich gar nicht so doof angestellt, wie meine damalige Mentorin meinte. Die ist als Journalistin inzwischen in allen Ecken Deutschlands unterwegs. Chefredakteur Ilja Almendinger glaubt, dass das von der Uni unabhängige Campusradio ein echtes Sprungbrett sein kann. Sein Vorgänger ist jetzt in Namibia zu finden. Da schnellen einem erstaunt die Augenbrauen in die Höhe.

Nicht nur die Referenzen des Radios sind von allererster Güte, auch das neue Studio kann sich sehen lassen, das (Tutoren-)Programm auch. Mensch, fast wie beim MDR!

Wie viele andere auch hat dieser Verein immer mal ein paar organisatorische oder planvereitelnde Hürden zu überwinden. Die Pläne zum neuen Studio gab es bereits seit April 2014. „Aber neue Räume an der Uni zu bekommen, ist fast schon unmöglich“, meint Ilja. Wenn also kein Umzug drin ist, dann bitte ein Umbau. Aber der kostet Geld. Und das bekamen sie durch „quix“, das Förderprogramm der TU Dresden.

Seitdem blitzt und blinkt es, Mikrofone, High-Tech, alles dabei. Man ist versucht, die vielen Knöpfe zu drücken und eine Sendung zu starten. Aber wie bei vielem braucht es zunächst das gewisse Know-how. Wer sich nicht gleich zum ultimativen Moderator berufen fühlt, testet sich erst mal aus. So wie Linh Tran. Sie betitelt sich selbst als „kleiner Hüpfer“. Zunächst unterstützte sie die Musikredaktion, aber Musik nur zu „mögen“ reicht da nicht aus. Ihre erste Live-Erfahrung machte sie bereits in ihrer ersten Woche. „Was hab‘ ich da gestottert“, gibt sie grinsend zu und auch Ilja scheint sich daran zu erinnern, so wie er schmunzelt.

Kleine Anfängerhemmungen kann man aber auch im angebotenen Tu­to­rium überwinden. Das organisiert Linh, die mittlerweile auch Ausbildungs-Chefin ist. Kurz, kompakt und praxisnah können Interessierte und Neugierige lernen, wie man Beiträge schneidet oder fürs Hören schreibt.

Das klingt nach fröhlichem Funken, aber auch dieser Verein ist sich seiner Funktion als Medium bewusst. Die Flüchtlingspolitik geht nicht spurlos an ihnen vorbei, zumal sie gerade auf dem Campus allzu präsent ist. Das Campusradio veröffentlichte bereits Kommentare zu PEGIDA, twitterte über die Demonstrationen und lud schon den Organisator von „Dresden für alle“ ein. Trotzdem gibt Ilja zu: „Wir haben uns zu wenig mit diesem Thema auseinandergesetzt.“ Aber er, Linh und das Team sind dabei, ein passendes Programm auf die Beine zu stellen – nur ist es eben noch nicht spruchreif. Kein top secret ist aber, dass man das Campusradio unterstützen kann. Um mit dem Team in Kontakt zu kommen, geht man zum Glühweinstand im HSZ, macht sich online ein Bild oder besucht sie in ihrem Studio auf der Fritz-Löffler-Straße 16 im Raum 341.

Mehr Infos zum Campusradio findet ihr auf der Homepage des Senders.

Text: Jenny Trautmann

Foto: Stephan Thiel

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