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Ein Grab an der Uni – Wer liegt denn da drin?

An der TU Dresden gibt es seit Montag ein „Grab“. Unter der Erde liegen jetzt die Hoffnungen der wissenschaftlichen Mitarbeiter der TU auf ein besseres Arbeitsverhältnis.

 

 

 

 

Klingt etwas überzogen? Möglich. Doch die Lage ist prekär. 90 Prozent der Beschäftigen sind derzeit befristet angestellt, diejenigen, die Jahresverträge haben, können sich noch glücklich schätzen. Besonders seitens der Mittelbauinitiative (MID) gab es bereits einige Vorstöße in Richtung Universitätsleitung und Politik – die Reaktionen rufen Enttäuschung hervor. Die Uni erklärt sich mit Planungsunsicherheit, der aktuelle Gesetzesentwurf der Landespolitik ändert wenig.

Deshalb versammelten sich rund 40 Teilnehmer unter dem Motto „R.I.P. Traumjob Wissenschaft 2015-2065“ zur gemeinsamen Trauerfeier. Ein Totengräber verlas einen Brief an zukünftige Wissenschaftler, der anschließend gemeinsam mit Dokumenten wie Gesetzestexten und einer geforderten Beschäftigungsvereinbarung in einer Zeitkapsel unter die Erde gebracht wurde. In 50 Jahren soll sie wieder ausgegraben werden – auf die Hoffnung, dass die beigesetzten Probleme dann tatsächlich tot sind, wurde anschließend mit Sekt angestoßen.

Auch wenn die Organisatoren offensichtlich mit mehr Zulauf gerechnet hatten, scheint der Unmut in den Reihen der Beschäftigten groß. Ob es allerdings hilft, die Forderungen in der Erde zu versenken, ist leider ebenso ungewiss wie die Zukunft vieler Forscher an der Universität.

Text und Foto: Maximilian Helm

 

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