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FSR-Wahlkandidat: „Ich war noch nie Ersti!“

Worum geht’s? TU Dresden, FSR-Wahlen, Fakultät Maschinenwesen, Erstsemester

FSR-Kandidat Mirko Meschkank sorgt mit provokanten Äußerungen für Aufsehen. CAZ-Redakteur Robert Härer hat versucht, ganz seriös mit ihm über seine Wahlkampagne „MeschKann!“ zu sprechen.

 

Was ist Inhalt und Motivation deines Wahlprogrammes?

In erster Linie möchten mein Team und ich den Wählern die Augen öffnen und ein Problem der TU Dresden angehen, welches schon viel zu lange unbeachtet blieb. Sicherlich kennt jeder die sich alljährlich wiederholenden Zustände im Oktober: überfüllte Mensen, verspätete Busse und lärmende Bibliotheken. Der Grund dafür sind Studienanfänger, die ohne nennenswerte Qualifikation die universitäre Infrastruktur und das alltägliche Leben der Studierenden zum Erliegen bringen.

Egal ob das Aus- und Rückgabesystem der Mensen nicht verstanden oder umständlich mit Bargeld bezahlt wurde, man mit dem Navi durch die SLUB irrt oder permanent die Lichtschranke der Bustür blockiert; wir wollen die „Es-kann-nicht-sein-was-nicht-sein-darf“-Politik der etablierten Eliten durchbrechen und die Universität wieder zu dem machen, was sie einst war: einem lebendigen Ort für und mit Studenten.

Steht für dich, da du ja einst auch zu den Erstis gehört hast, eine Uni ganz ohne Studienanfänger nicht im Widerspruch zu einem lebendigen Ort?

Das ist ein haltloser Vorwurf – ich war noch nie Ersti! So lange es keinen schriftlichen Nachweis dazu gibt – und ich weiß, dass es ihn nicht gibt –, möchte ich auf die Unschuldsvermutung verweisen. Ich habe sonst nichts zur Verbreitung derartiger Gerüchte beizutragen. Ganz anders sieht es natürlich bei den tatsächlichen Erstis aus.

Wir wollen Erstsemester ja nicht grundsätzlich verbieten. Denkbar wäre es aber, sie auf einen abgelegenen Campus auszugliedern und dort auf das eigentliche Studentenleben vorzubereiten. Beispielsweise würde sich dafür der Campus in Tharandt oder auch der Parkplatz des Elbe-Park-Centers eignen, der sogar mit einem McDonald´s ausgestattet wäre.

Warum sollten Studenten ausgerechnet dich wählen?

Meiner Meinung nach gibt es keinen wesentlichen Unterschied zwischen meinen Mitkandidaten, die alle ausschließlich die Interessen der Studienanfänger vertreten. Aber mein Programm richtet sich vor allem an solche Studierende, die bereits Prüfungen abgelegt haben und für die der Alltag, selbst bei ungestörter Nutzung der universitären Infrastruktur, schon stressig genug ist. Sobald Erstsemester in dieses System eindringen, wird das komplette Studium zu einer einzigen Zumutung. Ich mache mich also dafür stark, dieses unkontrollierte Zuströmen von kulturfremden Abilanten auf den Hauptcampus endlich zu stoppen, was ein Gewinn für das gesamte Unileben wäre. Dabei ist sogar eine Stimme gegen mich immer auch eine Stimme für die Demokratie!

Mehr Informationen zur Wahl und zu „MeschKann!“ 

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Interview: Robert Härer

Foto: PR

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