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Gegen Alltagsrassismus: Amnesty-Hochschulgruppe

Wer sich für Menschenrechte einsetzen möchte, ist bei der Hochschulgruppe Amnesty International an der richtigen Adresse. Seit Mai läuft eine Antirassismus-Kampagne.

Die Gruppe besteht seit circa elf Jahren und setzt sich derzeit aus knapp 20 Mitgliedern, allesamt ehrenamtliche Studierende aus unterschiedlichsten Studiengängen, zusammen. In kleineren Untergruppen arbeiten sie an diversen Themen, die alle mit dem Hauptthema „Menschenrechte“ in Verbindung stehen. Eine dieser Untergruppen heißt „Asyl und Antirassismus“. Amnesty International selbst hat sich bereits mehrfach deutlich auf Seiten der Flüchtlinge positioniert und betont, dass Asyl ein Menschenrecht sei, auf welches jeder Anspruch hat. In diesem Sinne arbeitet auch die Hochschule und setzt sich für Asylsuchende ein. Im gleichen Zuge arbeitet sie am Thema „Rassismus“. Dabei ginge es nicht nur um rassistische Gewalttaten, wie Angela Müller, Studentin im 4. Mastersemester des Studiengang Internationale Beziehungen, betont, sondern auch um den Alltagsrassismus, der in Deutschland wieder salonfähig würde. Dieses Phänomen wird von den Amnesty-Gruppen in Ostdeutschland besonders wahrgenommen. Bei verschiedenen Veranstaltungen und Demonstrationen beziehen die Mitglieder hier eine klare antirassistische Position.

Daher finden seit Mai in zahlreichen ostdeutschen Städten und auch in Dresden Aktionen gegen Rassismus statt, deren Ergebnisse am 4. Juni bei einer Abschlusskundgebung in Magdeburg zusammengetragen werden. Unter dem Motto „Dein Zeichen gegen Rassismus“ werden Menschen aufgerufen, sich mit Motiven gegen Rassismus zu fotografieren, um sich zu einer toleranten Gesellschaft zu bekennen. Die Fotos werden bei der gemeinsamen Abschlusskundgebung präsentiert. An diesen Aktionen können sich alle Studierenden beteiligen.

Doch das Problem Rassismus ist nicht mit einer einzigen Aktion behoben. Ab Juni wird es eine weitere langfristige Kampagne mit verschiedenen Aktionen geben. Unter anderem beteiligt sich die Hochschulgruppe im Juni mit einem Stand bei der Bunten Republik Neustadt, der sich dem Thema Rassismus interaktiv nähern will. Beispielsweise wird eine kleine Menschenkette aus Pappe aufgestellt und die Besucher sollen auf bunten Zetteln ihr persönliches Statement gegen Rassismus veröffentlichen, damit ein 'bunter Teppich' statt ein einfarbiger Karton entstehen kann.

Weitere Aktionen werden rechtzeitig auf der Facebook- oder Internetseite der Gruppe veröffentlicht.

Text: Inga Schütte

Foto: Amnesty International Hochschulgruppe Dresden

 

 

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