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Gestrandet in Dresden? Ihr seid nicht allein!

Worum geht’s? Dresden, Umzug, Syline, Altstadt, Neustadt,

Studienbeginn, weg von zu Hause, neu in Dresden – auch CAZ-Redakteurin Inga Schütte ging es so, als sie für ihr Studium herkam. Das sind ihre Tipps, wie ihr schneller heimisch werdet.

Ich wohne nun seit vier Jahren in Dresden. Damals zog ich aus einem sehr kleinen Ort im idyllischen Nord­rhein-Westfalen in das knapp 500 Kilometer entfernte Dresden. Alleine die Wohnungssuche vorab war nervig, aber mit etwas Glück und einem netten Onkel, der meine Habseligkeiten in meine neue Wohnung brachte, war es dann geschafft. Ich war in Dresden gestrandet und war zunächst überrumpelt. Ich kam aus einem Dorf, wo nur einmal pro Stunde ein Bus fuhr und der Eisverkäufer nur drei Sorten kannte.

Aber nachdem ich gelernt hatte, dass ‚Nu‘ auf Hochdeutsch ‚Ja‘ bedeutet, schloss ich hier schnell neue Freundschaften, die mich durch mein Studium bis jetzt begleitet haben.
Danach beschloss ich, den Rat meiner Deutschlehrerin zu befolgen: „Eine Stadt muss man sich erlaufen.“ Und siehe, sie hatte Recht. Ihr werdet nie den schnellsten Weg zur Uni, zum Supermarkt oder Bus finden, wenn ihr euch zu sehr auf Bus und Bahn verlasst. Lasst daher diese Bustouren durch die Stadt. Die kosten nur unnötig Geld und da ihr nun sowieso eine Weile hier wohnt, lasst euch Zeit beim Erkunden eurer neuen Wahlheimat.

Ein absolutes Highlight, das mir von Beginn an die Sprache verschlagen hat, war die Skyline von Dresden am Spätabend. Die Frauenkirche, die Hofkirche, der Theaterplatz und die Semperoper aus einiger Entfernung sehen einfach großartig aus. Wenn ihr euch für Kunst interessiert, sind natürlich auch die Alten Meister und das Albertinum ein absolutes Muss. Ich rate euch allerdings von einer Damp­fer­fahrt nach Pillnitz ab und das nicht nur, weil ich schon den leichtesten Wellen­gang nicht gut vertrage. Es ist ziem­lich teuer und die gleiche Strecke kann man auch mit dem Fahrrad zurück­legen. Aber Pillnitz ist definitiv einen Besuch wert, wenn ihr mal aus der Stadt raus und einen königlichen Garten bestaunen wollt. Allerdings liegen Pillnitz und sein Schlosspark ziemlich am Rand von Dresden. Solltet ihr also Grünflächen suchen, die zentrumsnah sind, kann ich den Großen Garten, den Alaunpark und die Elbwiesen empfehlen. Das ist aber kein Geheimtipp. Also erwartet nicht, dass ihr dort alleine seid.

Wenn ihr abends ein Bier trinken oder was gutes Essen wollt, dann nutzt entweder die vielen Studentenkneipen oder aber fahrt in die Neustadt. In der Altstadt, vor allem am Neumarkt, ist es verhältnismäßig teuer.

Wenn die Weihnachtszeit kommt – und vermutlich kommt sie schneller, als uns lieb ist –, dann empfehle ich den historischen Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche. Der Striezelmarkt auf dem Altmarkt ist meist völlig überlaufen. Und sollte euch Dresden doch mal nerven, dann fahrt doch einfach in die Sächsische Schweiz oder erkundet Meißen. Auch Leipzig ist mit dem Semesterticket fast um die Ecke.

Und vor allem: Genießt euer Studium hier in Dresden, habt Spaß und Erfolg.

Text: Inga Schütte

Foto: Frank Exß

 

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