Schreib uns per WhatsApp: 0172 77 18 33 4

Grüner Campus oder lernen gegen die Uwelt?

Papierverbrauch an der Uni
Wie viel Papier brauchen wir? Trotz Digitalisierung immer noch zu viel

Worum geht's? TU Dresden, Umweltschutz, Ressourcen, TUUWI, Digitalisierung

Wie die meisten großen Institutionen benötigt eine Uni massenhaft Ressourcen, doch ist dabei auch der Umweltschutz ein Thema? Die CAZ hat bei der TU Dresden nachgehakt.

Ein neues Seminar, ein neuer Papierberg. Zu jeder Wochensitzung fallen – je nach Fachrichtung – gern mal 30 bis 40 Seiten ausgedrucktes Wort an. Egal ob Foliensätze, Texte, Fragenkataloge oder anderweitig Illustriertes. Doch damit nicht genug. Als bürokratischer Komplex sind die einzelnen Fakultäten und Institute an der TU auf allerlei Materialien angewiesen. Wenn man genauer darüber nachdenkt, könnte einen das nächste Mal, wenn man auf der Straße von einer Umweltorganisation angesprochen wird, wirklich ein schlechtes Gewissen überkommen. Bevor ihr ab jetzt aber prophylaktisch eure Kontodaten bereithaltet, können wir euch beruhigen. Die TU Dresden ist durchaus bemüht, die Umwelt zu schonen.

Seit der Papierverbrauchs-Spitze im Jahr 2006 mit 117 Tonnen wurde der Jahresverbrauch bis 2016 um ca. 30 Prozent auf 81,5 Tonnen gesenkt – und das obwohl die TU in dieser Zeit gewachsen ist. So geht es aus den jährlichen Umweltberichten der TU Dresden hervor. Ein Grund dafür ist sicherlich die fortschreitende Digitalisierung im Unibetrieb. Immer mehr Skripte und Unterlagen stehen im Internet zum Download bereit und auch in der Verwaltung sind Formulare teilweise online signierbar und werden ohne Ausdruck archiviert. Natürlich kann man die Studenten nicht daran hindern, Skripte und Texte trotzdem auszudrucken, immerhin muss man ja mit diesen auch arbeiten. Da kommt die Frage nach der Papierart ins Spiel. Der Einsatz von Umweltpapier konnte über die Jahre ebenfalls erhöht werden. Von knapp 75 Prozent im Jahr 2012 stieg dieser bis 2016 auf 86 Prozent an.

Laut Kathrin Brömmer, TU-Beauftragte für Umweltmanagement, sieht die Uni hier allerdings selbst noch Handlungsbedarf, da es sich bei dem Umweltpapier zu einem großen Teil nur um Frischpapier mit Umweltlabel handelt, nicht um reines Recyclingpapier. Nicht zuletzt geht es auch darum, die Studenten und Mitarbeiter an der Uni für den Papierverbrauch zu sensibilisieren. Papier wird nun mal benötigt, solange die technischen Möglichkeiten noch nicht praktikabel genug sind. Besonders aktiv ist dabei die studentische Umweltinitiative (TUUWI), die mit verschiedenen Aktionen immer wieder versucht, auf den Papierverbrauch, Abfallvermeidung und Wiederverwendung aufmerksam zu machen.

Sollte euch ein Prof also demnächst mal wieder 30 Seiten Text vorlegen wollen, fragt ihn, ob es nicht auch ein Youtube-Video zu dem Thema gibt – für die Umwelt.

Text: Florian Mentele
Foto: TU Dresden

Jetzt seid ihr dran: Habt ihr ein tolles Projekt, das ihr gerne in der CAZ vorstellen wollt? Oder gibt es Probleme an der Uni? Über welche Campusthemen sollen wir in der CAZ berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

Zurück

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...