Schreib uns per WhatsApp: 0172 77 18 33 4

Haustiere: Mit Hund im Hörsaal, geht das?

Es kommt selten vor, dass man vier Pfoten über den Campus tapsen sieht. Doch wie ist das eigentlich? Darf Wuffi mit an die Uni? Was sagen die Hausordnungen der Hochschulen?

 

 

 

 

Die Ridgeback-Dame Bagheera hat es sich auf ihrer Decke bequem gemacht. Vor dem Trefftz-Bau, wo ihr Herrchen einen Termin hat. Frau Wauwau darf nicht mit ins Gebäude. „Sie hat ja keinen gültigen Studentenausweis“, scherzt er, bevor er hinter der Tür verschwindet.

Ich knipse ein Foto. Bagheera hat dafür kein Halsband um. „Eigentlich gilt auf dem Campus Leinenpflicht“, erklärt uns Tom Forbes, der an der TU Dresden seine Doktorarbeit schreibt und den Hundesitter für Bagheera spielt. Er hatte während seiner Studienzeit selbst mehrere Hunde. „Es ist einfach eine Sicherheitsfrage, da Hunde als Tiere nicht komplett beherrschbar sind. Und gerade wenn mehrere Vierbeiner aufeinandertreffen, kann es schon mal passieren, dass sie durch intensives Spiel Bewegung in die Szene bringen oder ihr tierisches Gegenüber jagen wollen.“'

Diesen Fakt bestätigt auch Marko Laske, Pressesprecher bei der Polizei Dresden. „Hundebesitzer müssen ihr Tier immer auf eine Weise kontrollieren können, dass Mitbürger nicht beeinträchtigt werden. Es gilt schlicht das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme“, und ergänzt: „Es ist also immer besser, den Hund an der Leine zu führen. Auf Privatgelände können Besitzer oder Institutionen auch ein Hundeverbot verhängen. Das spiegelt sich dann eben auch in den Ordnungen von öffentlichen Gebäuden und Geländen wider.“

Das ist auch auf dem Gelände der sächsischen Hochschulen der Fall. Hunde werden hier geduldet, man findet aber vor den meisten Gebäuden ein Hundeverbotsschild. Bei den Forstwissenschaftlern am Campus in Tharandt ist dieses Thema aufgrund des Studienprofils ein dauerhaft aktuelles. „Wir müssen natürlich auch Kompromisse eingehen“, erläutert Professor Sven Herzog, der die zur TU gehörige Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft innehat. „Die Ausbildung zum Thema Hund durch Dr. Torsten Krüger ist Teil des Wahlfachs Jagdkunde. Daher besitzen viele Forstwissenschaftsstudenten und Mitarbeiter ihren eigenen Jagdhund.“

Auch in den Studentenwohnheimen sind Hunde in der Regel nicht erlaubt. Der Eigentümer von „Franklin 20“ hat sich zum Beispiel dafür entschieden, dass im Wohnheim keine Hunde leben dürfen. „Die Apartments sind zu klein und nicht hundefreundlich“, erklärt uns die Vermietungsabteilung der Krocker GmbH. „Kurzfristige Hundebesuche gehen in Ordnung, so etwas kann man ja auch nicht verbieten, im Haus wird aber Rücksichtnahme großgeschrieben.“

Für Tom sind seine Hunde seit Studienbeginn auch ein Entspannungsfaktor. „Wenn man regelmäßig mit solch angenehmen Wesen frische Luft schnappen geht, studiert man einfach effektiver.“ 

 

Text und Foto: Marion N. Fiedler

 

Zurück

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...