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In die „Neue Mensa“ zieht wieder Leben ein

Überraschende Neuigkeiten von der Mensa auf der Bergstraße. Während alle darauf warten, dass die Bauarbeiten losgehen, sollen sich nun die Türen wieder öffnen. Macht jetzt die Bierstube wieder auf?

Es war still geworden in der Mensa auf der Bergstraße. Vor einem Jahr wurde das Haus geschlossen. Denn hier ist dringend eine Sanierung notwendig. Die Mensa stammt noch aus DDR-Zeiten und entsprechend marode war mit der Zeit die Bausubstanz geworden. Die Verantwortlichen des Freistaats Sachsen dachten zwischenzeitlich sogar mal über einen Abriss nach.

Das „Zeltschlösschen“ übernimmt seitdem die Essensversorgung tausender hungriger Studenten. Nachdem auch die Bierstube ihren Platz räumen musste, gingen in dem denkmalgeschützten Gebäude nur noch die letzten Küchenschaben ein und aus. Bis jetzt! Denn nun gibt es neue Pläne für eine sogenannte Zwischennutzung.

In den nächsten Tagen sollen Flüchtlinge in die Retro-Mensa einziehen. Nicht für immer – nur als Erstaufnahmeeinrichtung. Das Dresdner Studentenwerk hat dafür das Gebäude der Landesdirektion Sachsen übergeben. Mit allen technischen Gefahren: So sind beispielsweise Lüftungs- und Elektroanlagen extrem veraltet und inzwischen vom Netz genommen, ob diese überhaupt je wieder funktionieren, ist mehr als fraglich. Auch in Sachen Brandschutz und Fluchtwege liegt vieles im Argen.

„Dem Freistaat sind die baulichen Mängel, die Brandschutz- und Sicherheitsrisiken und der Denkmalschutz des Gebäudes aus den Planungsverfahren bekannt, wir haben auch ausdrücklich darauf hingewiesen. Wie damit umgegangen wird, müssen dann die zuständigen Behörden entscheiden“, erklärt Dr. Heike Müller, Sprecherin des Studentenwerks.

Fakt ist: Die Sicherheitsmängel müssen abgestellt werden, bevor hier Flüchtlinge einziehen können.

„Die Brandschutzmängel werden weitgehend durch bauliche Maßnahmen vor dem Einzug der Flüchtlinge behoben und ergänzt durch zusätzliche organisatorische Maßnahmen zur Sicherstellung des Brandschutzes bei Einzug - sogenannte Brandwachen“, sagt dazu Dr. Holm Felber, Pressesprecher der Landesdirektion Sachsen auf CAZ-Nachfrage. „Das Gebäude wird übrigens nur in Teilen genutzt, zum Beispiel die Säle im Obergeschoss, Cafeteria und Foyer im Erdgeschoss. Die technischen Bereiche, wie die Küche, sind in die geplante Nutzung nicht einbezogen“, versichert er. 

Wenn es drauf ankommt, kann schnell repariert werden: „Die zwingend notwendigen Maßnahmen sind zum Ende der 42. Kalenderwoche abgeschlossen, danach kann eine Belegung erfolgen“, heißt es von der Landesdirektion. 

Und die Bierstube? Von den ehemaligen Betreibern, dem Klub Neue Mensa, hat sich bisher niemand dazu geäußert. Mit den zwei Studenten-Locations „B.Liebig“ und „Campus“ ist inzwischen für Ersatz gesorgt. CAZ bleit für euch dran.

Wie baufällig die Neue Mensa kurz nach ihrer Schließung im Herbst 2014 war, seht ihr in unserer Bildergalerie.

DMD / Fotos: CAZ-Archiv

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