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Industrie 4.0: HTW tüftelt an Fabrik der Zukunft

Professor Dirk Reichelt von der HTW Dresden
Professor Dirk Reichelt von der HTW Dresden

Worum geht's? HTW Dresden, MINT-Fächer, Industrie 4.0, Modellfabrik

Bis jetzt war es meistens so, dass jeder Studiengang alleine vor sich hin gewerkelt hat. Die HTW will damit jetzt Schluss machen, an der Modellfabrik „Industrie 4.0“ sind viele Fakultäten beteiligt.

Die Modellfabrik soll teilautomatisierte Fertigungsprozesse für die Industrie möglichst real und detailliert nachbilden und damit die Zukunft von produzierenden, mittelständischen Unternehmen verändern. Alle MINT-Fakultäten und die Wirtschaftswissenschaften der Hochschule machen beim Entstehungsprozess mit, also Professoren, Lehrkräfte und Studenten der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Außerdem setzen sich Elektrotechniker und Wirtschaftswissenschaftler der HTW für „Industrie 4.0“ ein. 

Das Projekt entsteht um Professor Dirk Reichelt, der sich darüber freut, dass bei der Entwicklung und dem Aufbau der Modellfabrik alle Fakultäten zusammenkommen. „Mit diesem interdisziplinären Projekt können wir unsere Studierenden ausbilden, aber auch Forschung betreiben,“ erklärt er. „Das Besondere an ‚Industrie 4.0‘ ist, dass alle Beteiligten ihre eigene Kompetenz einbringen.“

Modellfabrik für Studenten

Da kommen natürlich viele Fächer und Anforderungen, die eine Instanz allein gar nicht überschauen könnte, zusammen. Bis jetzt hatten vergleichbare praxisorientierte und interdisziplinäre Projekte in Form von fächerübergreifendem, kompaktem Training nur wenig Platz in der Hochschulausbildung. Auch die Studierenden profitieren davon. Um den heutigen Anforderungen bei der Digitalisierung der Fertigung gerecht zu werden, sind viele Teilbereiche eines technischen Studiums, aber eben auch fachübergreifende Kompetenzen notwendig. „Mit der Industrie 4.0-Modellfabrik haben wir für die Studierenden eine Umgebung geschaffen, bei der interdisziplinär gearbeitet wird. Bereits im Sommersemester erarbeiteten Studierende in ihren Lehrveranstaltungen kleinere Lösungen, welche die neue Forschungs- und Lehrinfrastruktur der Modellfabrik an der HTW Dresden nutzen“, so Prof. Reichelt weiter.

Moderne Produktionsstraße

Aktuell befindet sich die Modellfabrik noch im Aufbau. Gerade entsteht der Kernpunkt des Projekts: eine Produktionsstraße, die mit mehreren Roboterstationen sowie drei manuellen Arbeitsplätzen und autonomen Transportfahrzeugen ausgestattet ist. Mit modernster Sensorik kann der Nutzer die Prozess- und Verbrauchsdaten der Produktion überwachen. Dazu gehören unter anderem Luftdruck, Energieverbrauchswerte, Akustik und Temperatur als Umgebungsparameter, aber auch prozessbezogene Qualitätsinformationen.

Die Fertigung der Zukunft beginnt mit Industrie 4.0

Text: Marion N. Fiedler
Foto: Peter Sebb

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