Schreib uns per WhatsApp: 0172 77 18 33 4

„Karriereleiter“ für Luisa: Saxonia Award verliehen

Das muss man erst mal nachmachen: TU-Studentin Luisa Herrmann hat eine 1,0 im Informatik-Masterstudium geschafft. Dafür wurde sie mit dem Saxonia Special Woman Award ausgezeichnet.

Frauen in die Informatik-Branche - das Dresdner Unternehmen Saxonia Systems AG möchte Mädchen und Frauen ermutigen, sich für eine Karriere in der Informatik-Branche zu entscheiden. Mit dem „Saxonia Special Woman Award“ rückt das Unternehmen dieses Ziel einmal im Jahr in den Mittelpunkt und verleiht ihn an eine junge Frau, die ihr Informatikstudium an der TU Dresden erfolgreich abgeschlossen hat. Würdiger Rahmen ist die „OUTPUT“, eine Projektschau der Fakultät Informatik an der TU Dresden, die in diesem Jahr zum 11. Mal stattfand.

Der 6. Saxonia Woman Award geht an Luisa Herrmann, die ihr Masterstudium der Informatik mit einem herausragenden Durchschnitt von 1.0 beendet hat. Mit dem Preis verbunden ist eine Bronze-Skulptur des Dresdner Künstlers Prof. Ulrich Eißner. Er hat dem Thema „Frauen und Karriereleiter“ in Zusammenarbeit mit der Gießerei Gebr. Ihle eine künstlerische Gestalt verliehen.

Porträt der Preisträgerin Luisa Herrmann
Die Preisträgerin des 6. Saxonia Special Woman Awards Luisa Herrmann hat ihr Studium der Informatik mit dem Durchschnitt 1,0 abgeschlossen. Ihre Masterarbeit, die ebenfalls mit der Benotung 1,0 bewertet wurde, ist auf dem Gebiet der theoretischen Informatik angesiedelt. Ihr Thema lautete „A Chomsky-Schützenberger Theorem for Weighted Automata with Storage“ und behandelte ein Gebiet der Automatentheorie. Mit Hilfe mathematischer Beweise hat sie ein bekanntes Theorem auf ein neues Automatenmodell verallgemeinert. Dabei wurde sie durch Prof. Heiko Vogler am Lehrstuhl für Grundlagen der Programmierung im Institut für theoretische Informatik betreut.

Nach dem Studium ist sie an ihrem Lehrstuhl geblieben und absolviert derzeit dank eines Stipendiums der DFG ein dreijähriges Promotionsstudium im Rahmen des Graduiertenkollegs „QuantLA“.

Die gebürtige Görlitzerin hatte sich nach ihrem Abitur eigentlich für ein Studium der Biotechnologie interessiert, wo es stets einen großen Bewerberandrang gibt. Sie erfuhr jedoch von der Möglichkeit, dass man mit einem Bachelor-Studium der Informatik unter bestimmten Voraussetzungen ein Masterstudium der Biotechnologie anschließen könne. Nach den drei Jahren Bachelor-Studium hatte sie an der Informatik so viel Spaß gefunden, dass sie das Angebot ihres Professors, das Thema ihrer späteren Masterarbeit zu erforschen, gerne annahm und bei der Informatik blieb.

Dass man als Frau für ein Studium der Informatik besonders geeignet sein müsse, kann sie nicht bestätigen. Im Gegenteil. „Mädchen können ebenso wie Jungs Informatik studieren, da gibt es keinen Unterschied“, so die 24-Jährige. „Der Unterschied besteht nach meinem Eindruck in der Erziehung. In vielen Mädchen wird das Interesse für die Informatik einfach nicht geweckt.“

Text: PR
Foto: Sabine Mutschke

 

Zurück

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...