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Klatsch- und Tratsch: Der Professor und die Promovendin

TU Dresden Klatsch Promovendin Professor
Psst, nicht weitersagen! Zwischen Prof und Promovendin kriselt es gewaltig.

Worum geht's? TU Dresden, Studenten, Promotion, Workshop, Klatsch

Liebe CAZ-Leser, lehnt euch zurück und vergesst für einen Moment einmal alle ernsten Themen. Denn hier kommt eine Klatsch-Geschichte mitten aus dem Uni-Leben.

Alles fing an, als ein Exposé (vermeintlich) nicht gelesen wurde. Zumindest nicht richtig. Denn Prof A., der Juliane E. seit Beginn ihrer Promotion betreute, habe es durchaus gelesen, wie er aussagt, empfand es aber aufgrund der Form, die aus ausformulierten Stichpunkten bestand, nicht für aussagekräftig. Also ging das Exposé zurück. Unkommentiert. An Thema und Fragestellung wurde nichts verändert, denn wie sollte der Professor etwas beurteilen, was er aus formellen Gründen nicht beurteilen konnte. So ging einige Zeit ins Land und es geschah nichts.

Konzept abgelehnt

Dann kam ein Vortrag in einem geschlossenen Rahmen von der Promovierenden über ihr Thema hinzu. Der Vortrag – so hieß es später von Professorenseite – sei ein Eigentor gewesen. Anstatt Konsequenzen zu ziehen, blieb das Thema jedoch weiterhin unverändert. Eigentlich ist bereits hier der Punkt erreicht, wo man sich fragt: Wie misslungen kann denn die Kommunikation zwischen zwei Personen, die ja eigentlich zusammenarbeiten sollten, sein? Es folgte ein weiterer Vortrag und ein weiteres Handout in Form von Stichpunkten. Vermutlich könnt ihr euch den Ausgang denken. Der Professor war nicht einverstanden, das Konzept passte ihm nicht, die Fragestellung war nicht deutlich, wie er heute sagt. Die Kritik zum damaligen Zeitpunkt blieb aber dezent. Und so passierte wieder nichts. So gingen über zwölf Monate ins Land. Die Betroffene sagte später aus, dass Herr A. sich nie richtig mit ihrem Thema auseinandergesetzt habe.

Nicht promotionsfähig?!

Irgendwann wurde die oben genannte Konstellation um weitere Professoren (die unter uns gesprochen ziemliche Klatschtanten sein können) erweitert. Das halbe Institut fand die Promotionsidee schlicht und ergreifend mies und die Promovendin für nicht promotionsfähig. Das wurde allerdings nur intern und nicht nach außen kommuniziert. Die Folge daraus war, dass Juliane E. wie zuvor weiter promovierte. Vielleicht wäre hier der Punkt erreicht, an dem das Blatt noch hätte gewendet werden können. Jedoch entwickelte es sich zu einer Schlammschlacht.

Gegen die Wand

Der Professor bot ihr an, ein Seminar an der Uni zu halten, vermutlich mit der Absicht, die Promotion zu fördern. Jedoch wählte sie, aufgrund der Freiheit der Lehre, ein Thema, welches in keiner Verbindung zu ihrer Arbeit stand. Der Grund ist nicht bekannt. Dieses Thema bot sie dann auch noch in fachfremden Disziplinen an, weshalb es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Betreuer, der Betreuten und dem Institutsdirektor, der sich in diesem Fall auch reinhängte, gab. Die Folge war, dass ihr der Lehrauftrag wieder entzogen wurde. An dieser Stelle kann sich jeder denken, dass das Verhältnis schon arg angeschlagen war. Juliane E. sollte darauf hin einen Workshop an der Uni organisieren, der ihre Arbeit voranbringen sollte. Diesen Workshop ließ sie jedoch sprichwörtlich gegen die Wand fahren. Weil Herr A. sie nicht ausreichend unterstütze, wie sie sagt. Weil Juliane E. nichts abgeliefert habe, wie er sagt.

Ziemlich spät gekommen

Zwischen all den Ereignissen liegen unendlich viele Gespräche. Es heißt, ein Gewitter würde die Luft reinigen. Aber bei den Gesprächen lag immer nur eine drückende Schwüle in der Luft. Die Lage schaukelte sich immer mehr hoch. Nach mittlerweile 22 Monaten forderte der Betreuer nun endlich einen Ausschnitt des bisherigen Promotionsprojekts ein. Nach weiteren drei Monaten gab sie zwölf Seiten ab. Das war das eine. Das andere war, dass Herr A. sich in den Seiten nicht wiedergefunden habe und das Thema ablehnt.

Juliane E. behauptet hingegen, dass diese Kritik nach über zwei Jahren „etwas spät“ komme und solche Anmerkungen zuvor nie gekommen seien. Herr A. streitet das ab. Herr A. sagte Juliane E., sie solle ihren Ansatz modifizieren und die Anmerkungen von ihm einarbeiten. Sie sah ihr Thema in Gefahr. Es kam zu einem Bruch. Doch damit nicht genug, Juliane E. wollte sich wehren. Und veröffentlichte sämtliche Informationen, die sie hatte, unter anderen Promovierenden. Die wollten daraufhin den Herrn A. boykottieren. Der zeigte sich von allem aber völlig unbeeindruckt und hält weiterhin an seiner Entscheidung fest.

Fortsetzung folgt.

Und wer hat jetzt gedacht, dass die Story auf irgendetwas anderes hinausläuft?

Text: Anja Tillmann
Foto: Lansera/Fotolia

Jetzt seid ihr dran: Habt ihr ein tolles Projekt, das ihr gerne in der CAZ vorstellen wollt? Oder gibt es Probleme an der Uni? Über welche Campusthemen sollen wir in der CAZ berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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