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Mensa Reichenbachstraße: 1600 Schnitzel pro Stunde

Wolfgang Rischke in der Mensa Reichenbachstraße
Wolfgang Rischke in der Mensa Reichenbachstraße

Worum geht's? Studentenwerk Dresden, Mensa, Studenten, Modernisierung

Vor 20 Jahren wurde aus der Mensa auf der Reichenbachstraße eine moderne Essenausgabe für Studenten. CAZ-Redakteurin Inga Schütte hat zum Jubiläum hinter die Kulissen geschaut.

Im April feiert die Mensa Reichenbachstraße den Jahrestag ihrer Renovierung vor 20 Jahren. Deshalb hat Wolfgang Rischke (Foto), der von 1988 bis 2008 Mensaleiter auf der Reichenbachstraße war, zu einer Führung durch „seine‟ Mensa eingeladen und allerhand Geschichten und unterhaltsame Anketdoten erzählt. Bekleidet mit einem transparenten Plastikkittel – denn in der Küche geht Hygenie vor – ging es los.

Anderthalb Stunde hat Wolfgang Rischke erzählt, wie die einzelnen Gebäudeteile früher genutzt wurden. So war beispielsweise der Flügel, in dem heute die Geodäsie und Vermessungstechnik der HTW sitzt, mit einem großen Konzertsaal ausgestattet und die heute hellen Fenster im Erdgeschoss und in der ersten Etage waren mit schweren Vorhängen zugezogen. Auf der Terasse standen einst viele Lampen, bis ein Professor sie noch zu DDR-Zeiten entfernen ließ, da sie „nicht ins sozialistische Weltbild‟ passten.

Selbstreinigende Decke und Paternoster

Eine große Moderniserung hat auch die Küche erhalten. Wolfgang Rischke erklärt, dass hier früher auch Asbest eingebaut war. Die Renovierung war also wohl in vielerlei Hinsicht eine sinnvolle Sache. Auf der Reichenbachstraße steht nun zum Beispiel eine Fritöse, die von ihrer Größe her unübertroffen ist. Sie kann 180 Liter Öl fassen und pro Stunde 1600 Schnitzel braten. Die Geräte und sogar die Decke reinigen sich mittlerweile selbst, sodass auch weniger Personal nötig ist. „Brauchten wir früher 20 Köche, so sind es heute nur noch fünf‟, erzählt Rischke bei seiner Führung.

Aber auch wenn die neue Technik die Arbeit in der Küche erleichtert, so ersetzt sie an manchen Stellen leider auch Erinnerungsstücke. Dort, wo heute im Erdgeschoss die Geschirrrückgabe ist, stand früher ein Paternoster, ein alter Personenaufzug. Nach der Wende wurde jedoch ein Gesetz erlassen, dass all diese Aufzüge verbot, weshalb auch der in der Reichenbachstraße abgeschafft wurde. Heute sind die Fahrstühle allerdings wieder erlaubt. Vielleicht erhält die Mensa dann bei ihrer nächsten Renovierung wieder einen.

Text und Foto: Inga Schütte

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