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Mutterschutzgesetz: Deine Rechte als Studentin

Mutterschutzgesetz für Studentinnen
Baby lernt mit! Auch für schwangere Studentinnen gilt jetzt das Mutterschutzgesetz.

Worum geht's? Studium, Schwangerschaft, Mutterschutz, Uni mit Kind

Für Studentinnen, die ein Kind erwarten, galt bis jetzt kein Mutterschutzgesetz. Das ist seit dem 1.1.2018 anders. CAZ sagt euch, welche Rechte du als Studentin hast.

Die Anzahl der Studenten steigt von Jahr zu Jahr. Das bedeutet aber auch, dass sich Unis und Hochschulen und auch der Gesetzgeber an ein immer breiteres Feld der Studierenden anpassen müssen – auch an Eltern und Familien. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist nun gemacht. Bislang galt das Mutterschutzgesetz nämlich nur für Arbeitnehmerinnen. Seit Beginn dieses Jahres dürfen sich aber auch Schülerinnen, Praktikantinnen und Studentinnen geschützt fühlen.

Ganz allgemein besagt das Mutterschutzgesetz, das seit 1952 existiert, dass Frauen sechs Wochen vor der Geburt eines Kindes nicht mehr arbeiten müssen, es sei denn, sie wünschen es ausdrücklich. Weiterhin dürfen sie die acht Wochen nach der Geburt nicht beschäftigt werden. Für studierende Mütter galt das bis vor Kurzem nicht. Sie mussten Mutterschutz in Form von verschobenen Prüfungen oder Anwesenheitslücken extra beantragen. Viel Bürokratie also, wenn man sich so schon um genug kümmern muss. Ein Hauptproblem war auch, dass Professoren oft gar nicht wussten, wie mit Fehlzeiten von Schwangeren umzugehen ist. So variierten die „Lösungen“ oft von verschobenen Abgabeterminen über Krankschreibungen bis hin zu ganzen Urlaubssemestern.

Nun gelten für sie automatisch bis zu zwölf Monate nach der Geburt die Schutzgesetze. Es gibt außerdem ein paar Ausnahmeregelungen speziell für Studentinnen. So müssen sie die acht Wochen Schutzfrist nach der Entbindung nicht in Anspruch nehmen. Es dürfen also schon eher wieder Vorlesungen besucht werden. Trotzdem sollten werdende Mütter ihre Schwangerschaft der Universität so früh wie möglich anzeigen, damit keine organisatorischen Probleme auftreten.

Wenn ihr an der TU Dresden studiert und Nachwuchs erwartet, könnt ihr euch übrigens im Campusbüro „Uni mit Kind“ auf der George-Bähr-Straße nicht nur über das neue Mutterschutzgesetz, sondern auch über Kinderbetreuung und Studienfinanzierung für Eltern informieren. Auch Babytreffs oder Schwangeren-Yoga wird in zahlreichen Kursen und Workshops angeboten. Denn entspannt und in Gesellschaft lernt es sich immer besser – ob mit oder ohne Kind.

Text: Florian Mentele
Foto: Pixabay/seal1837

Jetzt seid ihr dran: Habt ihr ein tolles Projekt, das ihr gerne in der CAZ vorstellen wollt? Oder gibt es Probleme an der Uni? Über welche Campusthemen sollen wir in der CAZ berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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