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Partner gesucht mit dem Buddy-Programm

Worum geht’s? Mentoring-Programm, Studienpartner, Ausland, Vernetzung

Direkt aus dem Ausland gekommen und jetzt neu an der Uni? Studienkumpel für internationale Kommilitonen vermittelt das Buddy-Programm der Fakultät SLK.

 

Das Wetter ist herbstlich, das neue Semester hat begonnen, die Busse sind überfüllt. Schnell kann der Student sich ein wenig verloren fühlen, selbst wenn er bereits mehrere Semester an der TU Dresden studiert. Was müssen sich da erst all die denken, die von außerhalb kommen? Also richtig von außerhalb. Jene, die nicht einmal die deutsche Sprache beherrschen (oder nur bruchstückhaft), die sich zwar ins aufregende Abenteuer des Erasmus-Angebots geschmissen haben und dann doch feststellen müssen, dass ein Vorlesungsverzeichnis nicht zwingend für ein bestimmtes, geordnetes System stehen muss.

Die Koordinatoren Ulrike Kohn und Jakob Vetter haben sich auf die Kappe geschrieben, genau diese Schlitterpartie zu einer herrlichen Schlittenfahrt zu machen. Vor allem Ulrike Kohn, die derzeit in Anglistik promoviert, hat eine ganz eigene und persönliche Motivation, sich den (all)täglichen Fragen der Internationalen oder Buddys zu stellen. Als sie erst ganz am Ende ihres Studiums vier Monate in Ohio verbrachte, bereute sie die verpasste Chance, früher und öfter im Ausland zu studieren – ein bisschen bis heute. Jakob Vetter, der im Rahmen seiner Bildung in der Germanistik kaum mit internationalen Bereichen in Berührung kam, möchte einfach anderen helfen und sich selbst eine Auszeit vom stundenlangen Auf-alte-Bücher-Starren gönnen. Beide haben ihre Stellen seit Anfang des Jahres und sind, regelrecht beschwingt von ihren Erfahrungen im Sommersemester, ins Wintersemester gestartet.

Mit über 70 Teilnehmern können sie sich auch gehörig auf die Schultern klopfen. Auch wenn das Buddy-Programm ein fachspezifisches ist, das heißt, es wird allein für das Studium der SLK angeboten, ist der derzeitige Zulauf und das Interesse Zuspruch genug. Das junge Programm, initiiert von Franziska Kühne und Prof. Dr. Stefan Horlacher im Sommer 2015, kommt so langsam in Fahrt. Vielleicht liegt es an der allmählichen Vernetzung von „Hiesigen“, „Outgoings“ und „Incomings“, wie Jakob Vetter sie – ein wenig väterlich-liebevoll – nennt. Es ist beiden ein besonderes Anliegen, eine freundschaftliche Basis für alle „Matches“ zu kreieren, sodass es über eine reine Funktionalität hinausgeht, der Dresdner Buddy mit dem französischen Internationalen am Wochenende einen über den Durst trinkt und die Anekdote sich beim nächsten Treffen als Icebreaker für weitere Unternehmungen mit den anderen „Matches“ ergibt.

Auch wenn das nach einem sehr gelungenen und erfolgreichen Zusammensein klingt, Unterstützung können Ulrike Kohn und Jakob Vetter immer gebrauchen. Wichtig ist, dass man bereit ist, während des Semesters für jemanden da zu sein, sei es für studienorganisatorische Fragen oder, ganz leger, für einen Plausch mit Käffchen. Die Anmeldung ist kinderleicht per E-Mail an die beiden erledigt und durchweg, deadline-los sozusagen, möglich. Danach werden Studiengang und Hobbys verglichen: et voilá! Ein match ist gemacht!

Das heißt natürlich nicht, dass es immer rundläuft. „Das Worst-Case-Szenario ist, dass wir die Matches aus den Augen verlieren und am Ende feststellen: Mist!, die haben sich noch nicht einmal getroffen, geschweige denn Kontakt miteinander gehabt“, sagt Ulrike Kohn. „Oder jemand kurz vorher abspringt, dann klappt das mit den Matches am Ende nicht mehr so, wie wir uns das wünschen“, ergänzt Jakob Vetter bestätigend.

Grundlegend aber ist dieses diffuse „Fischen im Trüben“ am Ende wie ein Puzzle. Da werden Teile zunächst auch mehrfach angelegt, bis es schließlich ein schönes Gesamtes ergibt. Die Ziele, die sich die beiden gesteckt haben, nämlich eine Art Crowd-Wissen unter den Studierenden zu fördern und auch die freundschaftliche Komponente zu stärken, sind für einige wohl die Motivation, Mehrfach-Teilnehmer zu sein. Es scheint also zu funktionieren.

Du möchtest selbst Buddy werden oder kennst jemanden, der dieses Mentoring-Programm gut gebrauchen könnte? Dann schreib' den beiden einfach eine Mail an erasmus.slk@mailbox.tu-dresden.de oder schau auf der Homepage vorbei.

Text und Foto: Jenny Trautmann

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