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Prost, Wissenschaft! – Die TU hat eine Brauerei

Die TU verfügt über eine Minibrauerei, die anlässlich des "500. Tag des Bieres" der Öffentlichkeit präsentiert wurde. CAZ-Redakteur Max Helm war dabei und hat für uns verschiedene Sorten verkostet.

Manche Termine sind schon nicht verkehrt. Und wenn die TU zu einer Bierverkostung lädt, dann ist der Andrang an Journalisten doch unüberraschenderweise größer als bei vielen anderen universitären Presseveranstaltungen. Doch schließlich gab es etwas zu feiern: Der 500. Jahrestag der Erfindung des Deutschen Reinheitsgebotes, die Geburt des Bieres in seiner heutigen Form! Weihnachten, was war da noch gleich? Die Stimmung war gut, das Bier kalt, die Weißwürste warm. Aber genug der Appetitanregerei. Schließlich sind wir nicht-käufliche, knallharte Journalisten!

500 Jahre Bier. Anlässlich dieses Jubiläums kam die Presseabteilung der Universität auf die Idee, dass es doch mal an der Zeit wäre, die Brauerei der Öffentlichkeit vorzuführen. Leider müssen wir euch enttäuschen, es wird in nächster Zeit kein „Bachelorbräu“ oder „Steinhagener Edelhopf“ geben. Im Walther-Hempel-Bau betreibt man Grundlagenforschung: Denn für den Chemiker ist ein Bier nicht süffig, stark oder wässrig, sondern hat eine bestimmte Zusammensetzung von Dicarbonylverbindungen. So wird Grundlagenforschung betrieben – um herauszufinden, wie man welchen Geschmack aus den vier Zutaten Hopfen, Hefe, Malz und Wasser bekommt. Dazu stellt die von der Chemie und der Lebensmittelchemie gemeinsam betriebene Minibrauerei wöchentlich 50 bis 100 Liter Bier her. Um Löcher im Universitätsportemonnaie zu stopfen, dürfte das freilich nicht ausreichen – für die Brauer bleibt hingegen doch der ein oder andere Liter übrig. Geleitet wird das Praktikum von Prof. Dr. Thomas Henle und Prof. Dr. Jan J. Weigand – die übrigens beide, völlig klischeefrei, aus Bayern stammen. Partner des Projektes ist das Brauhaus Watzke, das den Brauern mit Erfahrung und Know-how zur Seite ste, aber auch gleichermaßen an den wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich des Bieres interessiert ist.

Nun die wichtigste Frage: Wie schmeckt denn das Laborbier? Und da kann der verantwortliche Redakteur nur ein kurzes „überragend“ hervorbringen. Die Chemiker hatten Stout, Lager und Pils im Angebot, und ich muss sagen, das Pils übertraf meine Erwartungen doch um einiges. Naturtrüb, starker Hopfen und reichlich Restsüße ist eine Kombination, an die ich mich gewöhnen könnte. Auch die Brauer selbst sind überzeugt von ihrer Kreation und sogar die „Profis“ vom Brauhaus Watzke: Auch denen gefiel das 31-P(ils) so gut, dass sie es zu ihrem 20-jährigen Jubiläum in diesem Jahr nachbrauen und als Jubiläumsbier anbieten wollen. Der verantwortliche Redakteur ging übrigens gut erheitert aus der Veranstaltung raus – auch eine neue Erfahrung nach Universitäts-Presseterminen.

Wer mehr über die TU-Brauerei erfahren will, findet hier Infos.

Text und Foto: Maximilian Helm

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