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Saubere Sache: CAZ-Jobtest Autowaschen

Worum geht’s? Studentenjobs, Jobtest, Auto, Autowaschanlage, Geld 

Die CAZ-Redaktion testet für euch Studentenjobs. Dieses Mal haben wir uns einen Klassiker vorgenommen: Arbeiten an der Autowaschanlage.

Auch ein Student muss essen und trinken, doch wie er sich das Geld dafür verdient, steht auf einem anderen Blatt. Heißt man nicht gerade Justus und hat einen Steuerberater, der einem den BAföG-Antrag ausfüllt, darf man heute bereits während des Studiums einen genüsslichen Einblick in das spätere Arbeitsleben nehmen. Vom Tellerwäscher zum Millionär kennen wir, aber was ist mit dem Autoputzer?

Der Platzwäscher arbeitet im Akkord. Jeder Handgriff muss sitzen, wenn das nasse Blech von Hundert Autos am Tag abgeledert wird. Geschwindigkeit bestimmt den Umsatz bei pauschaler Bezahlung. Die schwungvoll ausholenden Bewegungen entspringen dabei einer Verschmelzung aus Hand und Lappen, Geist und Materie. Non-erotic, versteht sich! Der Charme ergibt sich hier nicht aus schnöde spritzendem Wasser auf das triefende Tank-Top, wenn sich Hans-Oskar Müller, vielleicht Student der Forstwissenschaften, über die Motorhaube beugt und sagt: „Am wichtigsten ist immer der Kühlergrill.“ Dabei trotzt Hans-Oskar allen Widrigkeiten, ist ständig auf Achse, denn ihn verfolgen dieselben vier Feinde wie die Deutsche Bahn. Da wäre zum einen der Frühling mit seinen vielen, vielen Blütenpollen, sowie der Sommer, der das Metall zum Glühen bringt. Auch Herbstlaub ist trotz neckischer Färbung nie gern gesehen und Winter zeichnet sich durch klappernde Zähne und Schneeschieben aus.

Akribie und Tatendrang, das zeichnet den Mann mit der Wasserspritze aus. Paul Kastro (Foto), der an der TU Dresden „Humanities“ studiert, sagt: „Ich möchte nicht nur, dass meine Auftraggeber mir die Autos einfach abnehmen, dass Kunden keine Flecken auf den Autos sehen. Sie sollen denken: Das ist aber ein schönes Auto, ein sauberes Auto. Sie sollen sich auch darüber freuen können.“ Aber dieser Job ist nicht nur was für Geisteswissenschaftler, obwohl diese so auch mal die Möglichkeit haben, ihre Dozenten außerhalb des Hörsaals in ungewohnter Umgebung kennenlernen zu können, sondern eine Arbeit für jeden. Es zählt nur die Opferbereitschaft für das Team.

Text und Foto: Martin Bader

 

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