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Schaufenster zur Werbewelt im SLUB-Buchmuseum

Reklame soll uns zum Kaufen verführen – und das möglichst originell. Das Buchmuseum in der SLUB zeigt gedruckte Werbungen aus verschiedenen Jahrzehnten.

„Gebrauchsgraphik. – Eine Zeitschrift als gedrucktes Schaufenster zur Werbewelt“. So heißt die Ausstellung, die in der SLUB noch bis zum 16. Juni zu sehen ist. Hier beschäftigt sich die Exposition mit der Werbegeschichte des 20. Jahrhunderts.

Diese Präsentation der verschiedenen Graphiken findet im Rahmen des 90-jährigen Jubiläums der gleichnamigen Zeitschrift „Gebrauchsgraphik“ statt und zeigt Ausgaben aus dem Zeitraum zwischen 1924 und 1944. Diese Fachzeitschrift befasst sich seit 1924 mit der künstlerischen Reklame und wird weltweit als Inspirationsquelle genutzt.
Sobald man die ersten Ausstellungsstücke betrachtet, fällt einem sofort die Arbeit, die hinter jeder Reklame stecken muss, auf. Viele der früheren Anzeigen sind von Hand gemacht und zum Teil kleine Kunstwerke für sich. Ein Großteil der damaligen Werbungen wurden gezeichnet, gemalt, gebastelt oder hin und wieder auch fotografiert. Eine große Anzahl der Entwürfe, in allen Bereichen der Gebrauchsgraphik, zeigt die Vielfalt der damaligen Reklame auf, weil sowohl zeittypische Schwarz-Weiß-Werbungen als auch sehr viele farbige Ausstellungsstücke zu sehen sind. Viele der Anzeigen aus der Exposition besitzen übrigens die Frakturschrift.

Dabei fällt die damalige Werbung der Firma Bayer, die für ihr Mittel Ortizon warb, auf. In der Beilage ist eine junge Frau zu sehen, die lächelnd das Produkt hochhält. Ebenfalls sind einige Werbungen aus der Zeit des Dritten Reiches zu sehen. Diese zeigen lediglich Anzeigen für Feinbier, Plakate für die Olympischen Winterspiele aus dem Jahr 1936 und für den Deutschen Getreide-Handel oder auch Filmplakate der damaligen Zeit.

An den Wänden hängen, ganz hinten im Ausstellungsraum, einige alte Magazinseiten aus der „Gebrauchsgraphik“. Diese kann man sich näher anschauen und ein Bild davon bekommen, womit sich das Magazin genau beschäftigt. Weitere und um einiges ältere Seiten kann man auf dem großen Monitor direkt am Eingang betrachten. Auf einige der Reklamen und Titelbilder wird ebenfalls etwas näher eingegangen, in welchen Zusammenhang sie entstanden sind und was mit ihnen genau bezweckt wurde.

Wen das Interesse gepackt hat, der kann sich die Ausstellung noch bis zum 16.06.2016 im Buchmuseum in der zweiten Etage der SLUB anschauen. Diese ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Mehr Infos zur Ausstellung findet ihr hier.

Text: Sophie Lewin
Foto: Archiv/CAZ

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