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Schluss mit Qualmen - Aufklärung gegen Tabak

„Das ist meine letzte Zigarette!“ Viele Raucher kennen den guten Vorsatz. Oft bleibt es dabei. Medizinstudenten klären jetzt schon Schulkinder über die Folgen des Rauchens auf.

2012 wurde die Initiative von Gießener Medizin-Studenten ins Leben gerufen. Charlotte, die im achten Semester Humanmedizin studiert, folgte damals dem Aufruf, Lokalgruppen zu gründen. Seit letztem Jahr bietet die Gruppe ein anerkanntes Wahlpflichtfach für Studierende der Medizin an. „Wüsstest du, wie du einen Patienten am besten darauf ansprichst, dass er mit dem Rauchen aufhören sollte?“, fragt mich Charlotte und ich zucke verstohlen mit den Achseln. „Dabei ist das effektiv! Das wurde nachgewiesen. Es ist die Verpflichtung von Ärzten, rauchende Patienten professionell zu beraten. Leider werden wir nur wenig auf diese Aufgabe vorbereitet. Das Wahlpflichtfach hilft, diese Lücke zu schließen.“

 Dabei besuchen die Studis zehn Seminare, mit Themen von der Pathologie der Folgeerkrankungen bis zur Suchtentstehung, und absolvieren einen Schulbesuch. Gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner Prof. Michael N. Smolka von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist zudem geplant, das Fach noch stärker mit der Raucherambulanz zu verknüpfen und noch praxisnaher zu gestalten.

Während das Wahlpflichtfach für das erste oder zweite Staatsexamen vor allem für Mediziner interessant ist, steht die Arbeitsgruppe explizit Studierenden aller Fachrichtungen offen. Die Schulbesuche bilden den eigentlichen Kern der Arbeit. In Klassenbesuchen werden den Schülern altersgerecht die klinischen Folgen des Rauchens, wie etwa Krebs und COPD, erklärt und greifbar gemacht. Die Botschaft: „Jetzt ist‘s noch cool, aber später kommt man nicht mehr davon los. Und dann ist‘s uncool.“

In interaktiven Übungen wird den Schülern gezeigt, wie sich Atemnot anfühlt, und Studenten berichten von eigenen Erfahrungen aus der Klinik. „Sauerstoff blubbert, sechs Liter pro Minute, und der Patient sitzt gerade im Bett, hält sich mit den Händen am Tisch fest, um noch die Arm- und Brustmuskeln zum Atmen hinzu nehmen zu können. Und kommt trotzdem kaum klar.“ Solche Erlebnisse sind es auch, die viele Studis erst motivieren, bei AGT mitzumachen. Und wer gerne mit Kindern arbeitet, der hat dabei auch noch mächtig Spaß. Hast du Interesse, bei der AGT mitzumachen? Die AGT Dresden ist immer auch der Suche nach engagierten Studenten.

Mehr Infos findet unter www.gegentabak.de oder bei Facebook.

 

Text: Marcel Sauerbier

Foto: AGT

 

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