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Tanz im Regen - Das war das Unirocks 2017

Beim Unirocks dabei: Die Orsons
Die Orsons mit Riesenventilator beim Unirocks

Worum geht's? TU Dresden, Unirocks, Orsons, Die Meute

Der TU-Campus bebte zum Unirocks 2017, und das trotz Dauerregen. Schließlich gehört so ein ordentlicher Regenguss zu einem Festival dazu. CAZ war dabei.

Am 22. Juni verwandelte sich die Wiese hinterm Hörsaalzentrum in ein Festivalgelände im Kleinformat. Das Campus-Festival meldete sich endlich nach einem Jahr Abstinenz mit einem Hammer-Line-Up zurück am Dresdner Campus. So wurden auf der riesigen Bühne gegen 18 Uhr die letzten Soundchecks gemacht. Doch nachdem die Sonne den Campus im Laufe des Tages noch mal richtig aufgeheizt hatte, kühlte es kurz vor Beginn des Festivals merklich ab. So wurde aus dem strahlend-blauen Himmel eine weißgraue, später beinahe grau-grünliche Wolkenmasse, die nichts Gutes vermuten ließ. Erste Unwetter-Warnungen aus ganz Deutschland machten die Runde, und auch in Dresden sollte es an diesem Abend noch ungemütlich werden. Auf die Frage, ob das Festival trotzdem wie geplant durchgeführt wird, konnte man an der Bändchenausgabe, die um 18 Uhr noch ziemlich leer war, nur vage Antworten geben. Sollte das Unirocks wirklich ins Wasser fallen?

Tatsächlich setzte pünktlich mit den ersten Tönen von Gaint Rooks ein unangenehmer Dauerregen ein, der den Gästeansturm auf das Gelände noch im Zaum hielt. Echte Fans und Feierwütige ließen sich davon jedoch nicht abhalten und genossen die Mischung aus Indierock, Folk und Elektro. So bildete sich ein kleiner Pulk vor der Bühne, der auch beim nachfolgenden Auftritt des Schweizer Singer-Songwriters Faber dem Regen standhielt.

Während die Hartgesottenen draußen ihre Lieblingskünstler feierten, tanzten die ersten Gäste schon im HSZ auf den vorzeitig eröffneten After-Show-Dancefloors oder stärkten sich mit leckeren Burgern, Pommes und Burritos für die nächsten Acts. Schutz vor dem Regen konnte man übrigens auch im Radeberger-Erlebnis-Zelt, der Schischa-Lounge oder im Adventureroom-Bus finden. Nach Faber betraten schließlich Die höchste Eisenbah, die für ihre erwachsene und doch verspielte Popmusik bekannt sind, die Bühne und gegen Ende des gefeierten Auftritts ließ sogar der Regen endlich nach.

Nun fanden die Gäste aus dem HSZ ihren Weg nach draußen und so füllte sich der Platz vor der Bühne doch merklich. Wer die Meute nicht kannte, staunte vermutlich nicht schlecht, als die elfköpfige Band aus Hamburg die Bühne in einheitlichen roten Uniform-Jacken betrat. Mit ihren Trompeten, Trommeln und allerlei anderen Blasinstrumenten erinnerten sie eher an eine klassische Blaskapelle, doch bereits nach den ersten Tönen stand fest: Mit klassischer Marsch bzw. Blasmusik hat das nichts zu tun. Stattdessen heizten die Jungs mit handgemachter elektronischer Musik dem Publikum so richtig ein und kamen dabei ganz ohne DJ-Pult aus. Gefeiert von ihren Fans verabschiedete sich die Meute nach ihrem finalen Song und gab die Bühne schließlich für den Headliner des Abends frei.

Nachdem die vier Jungs von den Orsons (Foto) nochmal ein großes Lob an alle Bands und Gäste aussprachen, die dem Wetter trotzten, brachten sie schließlich den Campus mit ihren Beats und Bässen zum Beben. So gab es spätestens nach den ersten Tracks wie „Ventilator“, „Papa Willi und der Zeitgeist“ oder „Rosa, Blau, Grün“, bei dem wie bei jedem Konzert der Orsons riesige bunte Bälle über die Köpfe des Publikums flogen, kein Halten mehr. Passend zum aufkommenden Wind und den hinter der Bühne aufzuckenden Blitzen gab die etwas andere Boyband gegen Ende des Auftritts schließlich die „Tornadowarnung“ raus, in der Hoffnung, das Wetter würde bis zu Zugabe halten. Doch als endlich die ersten Zeilen von „Schwung in die Kiste“ erklangen, fielen schon einige Tropfen, die sich binnen Sekunden in einen monsunartigen Regenguss verwandelten. Nichtsdestotrotz war die Menge nicht mehr zu bremsen und tanzte ausgelassen, bis der letzte Ton verklang. Im Anschluss daran wurden alle aufgefordert, Schutz im HSZ zu suchen und das Freigelände aufgrund des Unwetters zu räumen, womit unmittelbar die Aftershow-Partys mit „Disko Total“ und „Juicy“ eröffnet wurden.

Text und Foto: Anne Nentwig

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