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Traumland USA? Als Studi nach Amerika

Florian Daase studiert in den USA
Florian Daase macht seinen Master an der Georgetown University in Washington D.C.

Worum geht's? Auslandssemester, USA, Washington, Erasmus, Donald Trump

Sind die USA unter Präsident Donald Trump noch ein Traumland? Die CAZ hat nachgefragt: bei Student Florian Daase, der seinen Master in Washington D.C. macht.

„Ich würde die USA nicht als Traumland bezeichnen“, sagt Florian Daase. Dazu gebe es zu viele Probleme etwa im Gesundheitssystem, erklärt der Student aus Heidelberg. Auf der persönlichen Ebene sei das aber etwas ganz anderes: „Die Leute sind unheimlich freundlich, das ist keine aufgesetzte Nettigkeit.“ Amerikaner wären generell sehr offen und interessiert. Da erhält auch der Austauschstudent eben mal eine Einladung zu Thanksgiving.

„Das ist ein großer Gegensatz zu dem, was in der politischen Arena passiert, wenn Präsident Trump Menschen anpöbelt und beleidigt“, erzählt er. Doch der 24-Jährige interessiert sich auch für die politische Arena. In der US-Hauptstadt Washington hat er sich für den Studiengang „Master of Science in Foreign Service“ eingeschrieben. Einen Bachelor im Fach Politik hat Florian schon, der Schwerpunkt Außenpolitik ist da eine gute Spezialisierung.

„Ich wollte nicht mit Erasmus ins Ausland, weil es für mein Studienvorhaben keine attraktiven Partner-Unis gab“, berichtet der Austauschstudent. Die Georgetown University in Washington D.C. sei dagegen perfekt geeignet. „An D.C. begeistert mich die Nähe zu den politischen Institutionen: Hier wird Weltpolitik gemacht.“ Das sei auch für Praktika oder Studentenjobs perfekt. So gesehen hat Florian alles richtig gemacht.

„Für ein Bachelor-Studium würde ich die USA nicht empfehlen, da das Niveau relativ niedrig ist“, bestätigt Prof. Markus Thiel. Der Deutsche leitet den Bereich Europastudien an der Florida International University (FIU) in Miami. Deutschen Studenten rät er, mit dem Studium in Amerika bis zum Master zu warten. Aufbaustudiengänge seien viel intensiver, außerdem dauern sie meist nur ein Jahr: „Da kann man gleich den gesamten Master in den USA machen.“

Fast zwei Drittel der Studenten an der FIU sind Latinos. Da ist auch Trumps Politik immer wieder ein Thema. „Vor allem mit ihrer Migrationspolitik hat sich die Regierung hier keine Freunde gemacht“, berichtet Thiel. Ohnehin seien die meisten Unis in den USA sehr liberal und offen für internationale Studierende. Viele Studis kommen über eine Kooperation ihrer Hochschule mit einer US-Uni nach Amerika. Wer seinen Aufenthalt dagegen selbst plant, sollte das rechtzeitig tun. Sinnvoll sei, sich rund anderthalb Jahre vorher zu bewerben.

Einer der größten Nachteile der US-Unis sind die Studiengebühren. „Ein Master über zwei Semester kann schon mal bis zu 50 000 Euro kosten“, berichtet Florian. Ohne ein Stipendium vom DAAD hätte er sich das Studium hier wohl nicht leisten können.

Text und Foto: Peter Neitzsch

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