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Trump wird neuer US-Präsident – die Wahl-Nacht an der Uni

Worum geht’s? US-Wahlen, Wahl-Watching, Hillary Clinton, Donald Trump

Spannender als jeder "Tatort" – hunderte Studenten verfolgten im Gerber-Bau live die US-Wahlen. CAZ-Autorin Nerea Eschle war die ganze Nacht für uns dabei.

 

Rund 250 Studenten hatten sich am Dienstagabend im zweiten Stock des Gerber-Baus versammelt. In dem engen Flur des Politikinstituts gab es verschiedene Stände, an denen man sich zum Beispiel noch in die Wahlprogramme der Kandidaten einlesen oder an einem Quiz über Washington teilnehmen konnte. Kulinarische Beiträge kamen von den zahlreichen Besuchern selbst und so gab es ein großes Buffet von herzhaften und süßen Gerichten und vor allem Nervennahrung.

Um 20.30 Uhr eröffneten Gitti Fuhrmann und Anja Besand das Programm mit einem Vortrag über Wahlkämpfe in Realität und Fiktion. Insgesamt fanden sieben Vorträge von verschiedenen Dozenten und Professoren statt. Diese gingen nicht länger als eine halbe Stunde. Niccolo aus dem ersten Semester Informatik war begeistert vom ersten Programmpunkt:„Leider viel zu kurz kam mir der Vortrag über die Parallelen der fiktiven Serie ‚House of Cards‘ und dem dies jährigen Wahlkampf vor.“ Das Programm lieferte ebenfalls viel Hintergrundinformation, unter anderem wie Kinder auf den Wahlkampf reagieren, aber auch sehr konkrete Informationen zum Wahlverhalten der einzelnen Staaten.

Ab Mitternacht wurde es dann richtig spannend, als man auf zwei Leinwänden den Live-Stream von CNN und FOX mit den aktuellen Wahlergebnissen verfolgen konnte. Angefangen mit den Wahlergebnissen an der Ostküste wurden in Intervallen neue Hochrechnungen und Stimmvergaben veröffentlicht. Viele Studenten zeigten sich anfangs gelassen und diskutierten mit Kommilitonen über den Wahlkampf und die Kandidaten. Im Laufe der Nacht wurde der Vorsprung von Hillary dann immer kleiner und die Spannung stieg, denn Hillary Clinton und Donald Trump lagen in vielen Staaten nur knapp auseinander und Trump ging in Führung.

„Die Stimmung verhielt sich wie die Wahlprognosen. Ich war am Anfang ziemlich sicher, dass Hillary gewinnt. Ich glaube, das hat jeder erwartet“, meint Georg, der im 13. Semester Maschinenbau studiert. Er blieb bis um 6 Uhr morgens, danach wurden die rund 25 verbleibenden Studenten gebeten zu gehen, obwohl der Wahlsieger noch nicht absehbar war.

Veranstalter waren die Institute für Politikwissenschaften, Kommunikationswissenschaft sowie die Professur der Nordamerikastudien und der Nordamerikanischen Literatur und der Fachschaftsrat Philosophie. Anfangs plante das Orga-Team von zehn Mitarbeitern, Dozenten und einer Studentin das Wahl-Watching in einem kleinen Rahmen mit 60 bis maximal 120 Leuten und entschied sich deshalb bewusst gegen das Hörsaalzentrum als Veranstaltungsort. Die zwei zur Verfügung stehenden Räume stellten sich aber als zu klein heraus. Einige Studenten setzten sich deshalb einfach auf den Fußboden.

Katharina Jakob ist eine von ihnen. Sie studiert im dritten Semester Medienforschung/Medienpraxis mit dem Nebenfach Politik: „Ich finde diese US-Wahl besonders interessant, da es so viele Skandale im Wahlkampf gab. Das Ergebnis dieser Wahl könnte Geschichte schreiben, deshalb ist es mir so wichtig, dass die Studenten dieses Event zusammen anschauen können.“

Text: Nerea Eschle
Foto: Katharina Jakob

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