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TU-Campus: Lass mal ‘nen Baum pflanzen!

TU Dresden TUUWI Alte Mensa Mommsenstraße
Der Rektor der TU Dresden, Hans Müller-Steinhagen (links) pflanzt vor der Alten Mensa auf der Mommsenstraße den ersten Baum der Aktion.

Worum geht's? TU Dresden, Studenten, TUUWI, Umweltschutz

Die TU-Umweltinitiative (TUUWI) hat am Campus eine große Baumpflanzaktion gestartet. Selbst der Rektor hat zur Einweihung am 18. Mai die Gießkanne geschwungen.

Am 18. Mai hat die TU-Umweltinitiative (TUUWI) des ersten Baum des neuen Baumpatenschaftsprojektes gepflanzt. Mithilfe der Studenten der AG Baum und einer Spende des TU-Rektors Hans Müller-Steinhagen wurde vor der Alten Mensa ein neuer Baum gepflanzt. Die Baumpatenschaft soll in Zukunft dafür sorgen, dass mehr Bäume auf dem Campus gepflanzt werden und damit eine bessere Lebensqualität für die Studenten und die Mitarbeiter geschaffen wird. CAZ-Autorin Zoé Le Guillou hat sich mit Theresa Zakrzweski, die im 10. Semester Soziologie studiert, getroffen, um darüber mehr zu erfahren.

Wie genau kann man als Student bei dem Projekt mitwirken?

Zum einen kann man natürlich unser Team durch Engagement bei der AG Baum (TUUWI) unterstützen. Ansonsten gestaltet sich die Aktion für die Studenten ein bisschen schwieriger, denn um einen Baum zu spenden, braucht man natürlich Geld, ungefähr 500 Euro für einen Baum. Falls jedoch trotzdem eine Studentengruppe sagt: „Ich will, dass da mein Baum steht und ich bin bereit, dafür zu zahlen“, dann können sie für einen Baum spenden, der dann durch eine kleine Tafel als „ihr Baum“ gekennzeichnet wird. Sinnvoller ist es wahrscheinlich dennoch, sich bei Interesse an der Bepflanzung an die Lehrstühle zu wenden oder zu den Fachschaftsräten zu gehen und dort einen Stein loszutreten, denn wenn jemand mit mehr finanziellen Mitteln ebenso einen Baum stiftet, wird die Idee von einem grünen Campus nach außen getragen.

Wie ist es zu der Idee gekommen?

Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man den starken Abholzungen, die vor allem 2017 stattgefunden haben, entgegenwirken kann. Wir können zwar nicht unbedingt verhindern, dass Bäume gefällt werden, da es immer einen Grund dafür geben wird, zum Beispiel Schädlingsbefall, Krankheit oder eine Gefährdung der Verkehrssicherheit, aber wir können dafür sorgen, dass neue Bäume gepflanzt werden.
Ich habe kein Befugnisgewalt gegenüber dem SIB (Sächsisches Immobilien- und Baumanagement), aber wir wollten einen Weg finden, um Bäume pflanzen zu können. Das können wir natürlich nicht selber machen, da die TUUWi als AG nicht so viel hat, deshalb haben wir gedacht, wir suchen uns Leute auf dem Campus, denen es genauso am Herzen liegt wie uns und die dafür bereit wären, Geld auszugeben. Dadurch ist dann auch die Idee gekommen. Wir haben seit einem Jahr die Lehrstühle und alle Professoren kontaktiert, denn die sind eine Konstante auf dem Campus, die bleiben hier länger und denen ist es, wenn sie zehn Jahre hier arbeiten, sogar noch wichtiger als den Studenten, dass es hier schöner ist und grün aussieht. Es gehört auch einfach zur Aufenthaltsqualität.

Wie ist die Kooperation mit den Sponsoren gelaufen?

Wir haben von Seite der TU sehr schnell sehr viel Unterstützung bekommen. Die Kommission Umwelt ist das Organ, das sich um das Umweltmanagement kümmert und die TUUWI belegt einen ständigen Sitz in diesem Komitee. Der Vorstellung unserer Patenschaftsidee folgte begeistertes Feedback und sofortige Unterstützung. Wenn man danach ein bisschen die Ohren offengehalten hat, waren so gut wie alle festangestellten sowie studentischen Mitarbeiter für den Plan, da auch ihnen das Fällen der Bäume aufgefallen ist. Die Uni-Verwaltung hat sich auch ziemlich schnell hinter uns gestellt.

Würdest du sagen, dass die TU Dresden allgemein dafür sorgt, dass es grüner wird auf dem Campus?

Ich habe das Gefühl, dass es noch viele Ziele gibt, die über diesen Umweltgedanken stehen und wir haben nicht umsonst Umweltleitlinien entworfen. Die wurden gerade neu umgesetzt durch die Kommission für Umwelt. Wir haben als Land Sachsen auch nicht umsonst eine Nachhaltigkeitsstrategie. Ich sehe die TU da durchaus in der Pflicht, noch mehr zu machen und noch stärker in den Vordergrund zu treten. Es haben gerade viele andere Sachen noch mehr Priorität, obwohl die Uni schon was tut, aber da kann eindeutig mehr getan werden und diese Baumpatenschaften sind natürlich ein Schritt in die richtige Richtung. Der Rektor persönlich unterstützt uns da auch: Er gibt jedes Jahr sozusagen sein Geburtstagsgeld, was er als Spende entgegennimmt und dann entscheidet er sich für ein Projekt in Sachsen oder wo auch immer. Er hat damit auch den ersten Baum gespendet.

Wie würdest du die Ziele von der AG definieren?

Wir wollen einen Anlaufpunkt für alle Studenten hier schaffen, aber natürlich auch für die Mitarbeiter, die sich für ihre Umwelt interessieren und die für ihre Umwelt, besonders hier auf dem Campus, etwas tun wollen. Diesen großen Anspruch haben wir. Ein großes Ziel, das wir durch unsere Schirmherrschaft über die Umweltökonomie haben, ist, dass wir einen Lehrauftrag erfüllen, den wir offiziell bekommen haben und mit dem wir sozusagen Umweltbildung für die Studenten vermitteln. Deswegen gibt es auch immer die Umweltringvorlesungen. Das ist bei uns die größte Konstante. Alles andere kommt und geht mit den Mitgliedern. Ziele verändern sich immer.

Interview und Foto: Zoé Le Guillou

Jetzt seid ihr dran: Habt ihr ein tolles Projekt, das ihr gerne in der CAZ vorstellen wollt? Oder gibt es Probleme an der Uni? Über welche Campusthemen sollen wir in der CAZ berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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