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TU Dresden: Die Zukunft soll grüner werden

Umweltbewusstsein geht auch 2016 alle an. Die TUD hat jetzt ein Projekt gestartet, wie der Campus nachhaltiger gestaltet werden kann. Mit Open-air-Seminarräumen zum Beispiel.

 

 

 

 

 

 

Neues Jahr, neues Glück? Wie wäre es denn, wenn man mal, statt der neuen alte Vorsätze mit ins beginnende Jahr nimmt? Dazu könnte dann das umweltbewusste Handeln gehören, welches uns tagein, tagaus beschäftigt. Auch die Universität hat sich dieses Thema auf die Fahnen geschrieben. Das jahresübergreifende Projekt nennt sich „Baukastensystem Nachhaltiger Campus“. Was wie eine freudige Party verrückter Lego-Fanatiker klingt, ist tatsächlich ein durchaus ernstzunehmendes Ansinnen der TU Dresden.

Eine der wichtigsten Personen dafür ist Kay Schomburg. Im Dresdner Raum ist er dafür zuständig, die fünf großen Teile „Hochschulmanagement“, „Lehre und Forschung“, „Liegenschaft und Betrieb“, „Externe Kooperationen und Partnerschaften“ sowie „Partizipation“ gemäß der groben Planung des BNC unter einen Hut zu bekommen. Bisher weist das Projekt ganze 27 einzelne Bausteine auf, es ist aber bereits jetzt schon klar, dass die Anzahl minimiert werden muss. Das liegt nicht unbedingt am mangelnden Engagement, das hat eher etwas mit den hiesigen Gesetzen in Deutschland zu tun. „Auch wir müssen uns beispielsweise an das Arbeitsschutzgesetz halten“, weiß Kay Schomburg.

Mein Interviewpartner war früher selbst Student, schloss sein Physikstudium mit Diplom ab und absolvierte im Nachgang direkt noch den Master in Raumentwicklung und Naturressourcenmanagement. Was der Studiengang an Buchstaben braucht, hat Kay Schomburg an Interesse und Eifer. Das Projekt steht in stetiger Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz, ist im Vergleich zu anderen Universitäten, wie beispielsweise Freiburg, aber noch verhalten aufgebaut. Denn im Unterschied zu letztgenannter Institution hat Kay Schomburg „nur“ eine Projekt- und keine Haushaltsstelle. Sollte sich die TU Dresden in naher Zukunft also anderen Themen widmen, die sie als primärer und gewichtiger erachtet, kann das das Projekt zum frühen Ende bringen.

Bis dahin allerdings bemüht sich Kay Schomburg, die alleinig auf ökologischer Schiene fahrende Nachhaltigkeit auf die soziale und okönomische Komponente zu erweitern. Dieses Miteinander spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit mit anderen Instituten wider. Das Dezernat 4 „Liegenschaften, Technik und Sicherheit“ mit dem Sachgebiet 4.4 „Zentrale Technische Dienste“ und der dazugehörigen Gruppe Umweltschutz – so nennt sich der Arbeitsplatz von Kay Schomburg ganz genau – ist in vielerlei Hinsicht auf die Arbeit anderer angewiesen. Mobilität ist einer der Bausteine und wird speziell darauf untersucht, wie aktiv Studenten umweltschonende Ressourcen wie Bus- oder Radfahren nutzen. Die entsprechenden Daten werden vom Lehrstuhl für Verkehrsökologie geliefert, in die entsprechenden Tabellen eingepflegt und somit auf einen zukunftsorientierten Aspekt zusammengeführt. So kann für diesen Baustein entschieden werden, ob das Fahrradfahren attraktiver gestaltet werden muss, zum Beispiels mittels Fahrradständer.

Eine derzeit durchaus präsente Umsetzung findet sich bei der Arbeit vom Umweltmanagement der TU Dresden wieder. Die Thermobecher sollen den Verbrauch von umweltbelastenden Pappbechern reduzieren. Ein anderes Beispiel wäre der „grüne Seminarraum“. Studenten haben ab kommenden Sommer die Möglichkeit, in unmittelbarer Natur zu lernen. Sollten die Pläne bestehen bleiben, kann man bald in der Nähe des „Café Blau“ den Dozenten mit Fragen löchern oder sich einfach den Frühlingswind um die Nase wehen lassen. Vielleicht sind dort dann auch all die anderen Studenten und andere Beschäftigte, die sich seither bemühen, nachhaltige und innovative Ideen in die Tat umzusetzen. Dazu gehören das ZILL, die Umweltinitiative der Universität TUUWI und auch das „quix“-Projekt. Da ist übrigens auch Herr Schomburg zu finden, als Koordinator des Ganzen. Und um zum Arbeitsplatz zu kommen, nimmt er selbstverständlich das Rad, denn das wäre ganz im Sinne einer „Ressourcenschonung“, wie er sie für wichtig und zukunftsweisend erachtet. Recht hat er.

Text: Jenny Trautmann

Foto: TUD/Eckold

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