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Dresdner Uni Air 2017: Was für ’ne Party!

Vollgestooled sind die Gewinner beim Uni Air 2017
Vollgestooled sind die Gewinner beim Uni Air 2017

Worum geht's? TU Dresden, TU Dresden Campus, Uni Air, Bandcontest

Beim Uni-Air 2017 ging dieses Jahr wieder ordentlich die Post ab. CAZ-Musikredakteurin Marion Fiedler war als Jurymitglied live dabei und hat alle Bands genau unter die Lupe genommen.

Was für 'ne Party! Gleich die erste Band „Keep It For Tomorrow“ aus Leipzig kam mit einer deftigen Prise Professionalität und einer ganz eigenen musikalischen Metalcore-Klangfarbe auf die Bühne. „Keep It For Tomorrow“ präsentierte auch durch den sympathischen Sänger eine konsequent eigene Musik. Die Band hat bereits bei Redfield Digital einen Plattenvertrag unterzeichnen dürfen. Und schaut mal auf die Social Media Kanäle der Leipziger. Dufte professionell! Die Jury wie auch das Publikum lobten „Keep It For Tomorrow“ als überzeugend. Aufs Siegertreppchen hat es die studentische Band aber leider mit knappem Abstand nicht geschafft.

Der Act danach hielt keinen auf den Stühlen – die Band „Vollgestooled“ (Foto) hüpfte auf die Bühne. Die vier Jungs konnten es kaum erwarten loszuspielen. Die Kabel waren angesteckt, eigentlich war noch Zeit, und schon schlüpften den Sängern die ersten witzigen Phrasen, die die Menge auflockerte und aufhorchen ließ, über die Lippen.

Freche Show vom Publikumsfavoriten

Gute Musikalität, gemischt mit einer frechen „Assi-Funk-Punk-Message“, die sich wieder und wieder ums Bier drehte. Einseitig, aber genial. „Vollgestooled“ ist definitiv als anders aufgefallen, was ja besonders bei einem Wettbewerb immer gute Punkte bringt, gerade wenn die Show mit musikalischer Qualität verbunden ist. Die Jungs zogen durch - lustig und überzeugende Performance, herrlich. Der Publikumsfavorit hat es mit so einer abwechslungsreichen, frechen Show natürlich aufs Siegertreppchen geschafft.

Die nächste Band gehörte mit ihren feinfühligen Songs zu meinen persönlichen Favoriten – „Bloomwood“ überzeugte das Publikum durch tolle Grooves und zauberte eine herrliche Stimmung auf dem Campus. Die Menschen wärmten durch die charmanten und authentisch-überzeugend gesungenen Lieder regelrecht auf. Es ging nicht ums Bier, sondern um tiefgründige Themen und Gedanken, die die Band beschäftigen. Ihr Riesenplus erspielten sie sich mit überzeugender Musikalität und einer Leidenschaft und Professionalität, die sie auf der Bühne an den Tag legten.

Danach kam die Acoustic Indie-Pop-Band „Seventh Floor“ auf die Bühne. Diese Band gibt es erst seit einem Jahr, und ihre Freude am Musizieren berührte schnell das Publikum. Für die kurze aktive Zeit sind die Musiker schon gut dabei. Die schönen Songideen erinnerten wieder und wieder an erfolgreiche Popprojekte – was für uns absolut ein Pluspunkt ist! Wer gute Songs schreibt, wird auch seinen eigenen Weg gehen können. Wo wir beim nächsten Punkt sind – jeder der Musiker von „Seventh Floor“ hat bisher schon mit einem eigenen Projekt auf der Bühne gestanden. Für die junge Band war der Auftritt also ein klein wenig ein Abschluss nach einer intensiven Probenzeit in der neuen Formation.

Pluspunkte für den besonderen Stil

Bei einem war sich die Jury einig: Für ein Jahr Spielzeit ist bei „Seventh Floor“ schon viel passiert. Damit es in einer Karriere münden kann, muss die Band aber noch an ihren Songs und der Performance arbeiten. Als Musiker unterwegs zu sein ist auf vielen Ebenen eine große Herausforderung, vor allem hat man viel Konkurrenz. Das Potenzial ist bei „Seventh Floor“ aber da: Die als charmant und authentisch auftretenden jungen Musiker haben eine ganz eigene Musizierfreude und gute Songs präsentiert. Sängerin und Sänger waren vielleicht leicht nervös, ihre schönen Gesangsstimmen sind aber durchaus ergreifend. Leider überzeugte das Zusammenspiel noch nicht auf eine Weise, dass es für das Siegertreppchen gereicht hätte. Wir freuen uns aber schon auf das nächste Mal, und hoffen „Seventh Floor“ wieder begrüßen zu dürfen.

Gleich darauf erstürmten „Frivolée“ die Herzen der Zuhörer. Ganz im Trend, aber dennoch interessant anders präsentierten die drei Jungs ihren Electro-Acoustic-Mix. Die Gitarren haben sich wunderbar in die Beats und fetten Bässe der Performance eingebettet, der Gesang trug sich in die Herzen der Zuhörer. Auch diese Band brachte ihren eigenen Fankreis mit, der vor der Bühne fröhlich tanzte und feierte. Die sympathischen Ansagen zeugten davon, dass auch in diesem Trio mit Leidenschaft zur Musik gearbeitet wird, und einen zusätzlichen Pluspunkt gab es von der Jury für den interessanten musikalischen und die Outfits betreffenden Stil. Für uns war es ein Erlebnis, diese professionell auftretende Band zu hören. Sie waren im Rennen um das Siegertreppchen auch recht lange ganz vorn!

Wie auch die Band „Mutmotiv“, die von mir volle Punktzahl bekommen hat. Mit frechen und genial anders geschriebenen Songs, einer Bühnenenergie, die man sich für eine Profiband wünscht, und tollen Riffs, Themen, Ansagen – vor allem das etwas andere Konzept hat uns alle begeistert, zwischen Rock und Hip Hop, Indie und Anders. Wer Rap und mehr mag, sollte diese Band auschecken!

Der letzte Kandidat war ein Partykracher und rockte mit einer super intensiven, laut-energetischen Show die Bühne. Die Band gilt als Alternative, aber Rock und Heavy-Elemente waren definitiv vorhanden. Spannender Mix auch hier und eine fröhlich tanzende Studentenmenge. „Asyl for Insane“ lebten ihren Namen auf der Bühne aus – anders, und irgendwie verrückt! Besonders gelobt haben wir in der Jury das gute Zusammenspiel zwischen den Musikern, das professionell-energetische Auftreten, die packenden Kontraste zwischen den Stücken und das Talent der einzelnen Musiker.

Vollgestooled setzen sich durch

Alles in allem war es ein spannender Abend. Wer nun gewonnen hat?

Der Organisator Rainer Freckmann vom Studentenwerk Dresden hat die Gesamtpunkte für jede Band, fifty fifty von Jury und Publikum gewählt und zusammengezählt. Nicht nur ihm, sondern sicherlich allen Teilnehmern, Zuhörern und Orga-Leuten ist dabei aufgefallen, dass das Niveau der Bands auch auf dieser Uni-Air-Party sehr hoch war! Umso schwieriger fiel es also, die Gewinner festzulegen – klar ist es easy, die Zahlen zusammenzuzählen. Was aber, wenn alles in allem manche Bewertungen doppelt belegt waren? Da mussten dann die Mikro-Stimmen im Zehntelbereich in die Wertung mit eingenommen werden, aber so war dann eine eindeutige Platzierung ablesbar.

Es war eine tolle Party - entsprechend gratuliert Uni-Air, die Jury und das Team den teilnehmenden Bands zum erfolgreichen Auftritt.

Besonders freuen durften sich „Vollgestooled“ über den ersten Platz und einen tollen Gewinn. Auf Platz zwei des Siegertreppchens stehen die Jungs von „Bloomwood“, gefolgt von den Partykrachern „Asyl for Insane“.

Allen Bands wünschen wir weiterhin viel Erfolg! Und schnuppert mal auf den Social Media Kanälen der Bands vorbei. Da passieren teilweise schon recht interessante Sachen!

Text und Foto: Marion N. Fiedler

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