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Wettbewerb: Mit dem Betonboot nach Köln

Ein Boot in Form einer riesigen Rutsche
Ein Boot in Form einer riesigen Rutsche

Worum geht's? TU Dresden, Betonboot, Köln, Hochschule Darmstadt

Boote aus Beton? Gibt es tatsächlich! Und das Betonbootteam der TU Dresden hat im Juni bei der 16. Deutschen Betonkanuregatta in Köln teilgenommen.

Beton ist sicherlich nicht der erste Baustoff, an den man denkt, wenn es um die Herstellung von Booten geht. Das Gemisch aus Zement, Kies und Sand kommt heutzutage an sich eher selten als alleiniger Bestandteil zur Anwendung. Eine Studentengruppe an der TU Dresden hatte es sich allerdings zum Ziel gesetzt, eine schwimmfähige Konstruktion aus Beton herzustellen und mit dieser an der 16. Deutschen Betonkanuregatta in Köln teilzunehmen.

Dabei sind sie aber nicht die einzigen. Insgesamt 125 Damen- und Herrenteams kommen zu dem Event von Fachhochschulen, Universitäten und anderen Institutionen. Dabei gibt es verschiedene Klassen, in denen die Teams antreten. Einerseits gibt es ein Rennen mit „normalen“ Kanus aus Beton, andererseits existiert auch eine offene Klasse, in der ein Gestaltungspreis abgeräumt werden kann. Um diesen zu gewinnen, schickte das Team der TU Dresden einen Katamaran mit einer großen Rutsche in den Wettbewerb (Foto) – alles aus Beton versteht sich.

Wie dieses Konstrukt schwimmen soll, erschließt sich dem Laien nicht auf den ersten Blick. Das Betonbootteam besteht allerdings überwiegend aus Ingenieursstudenten der TU Dresden und HTW, so wie auch Markus Taubert. Um den Katamaran zu bauen, traf man sich ein gutes halbes Jahr lang mehrmals im Monat in einer Halle an der Semperstraße 14 in Dresden. Die Pläne für das Konstrukt wurden am Computer über lange Zeit entworfen, anschließend hat das Team alles selbst gebaut. Die Idee, eine riesige Rutsche zu bauen, kam spontan beim abendlichen Zusammensitzen und kreativen Überlegen, erzählt uns Markus. Im Laufe des Konstruktionsprozesses mussten natürlich viele Anpassungen und Änderungen zur ursprünglichen Idee vorgenommen werden, aber mit dem abschließenden Werk sei man zufrieden.

Am 9. und 10. Juni fand die Betonkanuregatta nun statt. Sowohl die Gestaltungswertung in der Offenen Klasse, an der alle Wasserfahrzeuge teilnehmen konnten, als auch den Peis für das leichteste Betonkanu mit 11,25 Kilogramm haben die Dresdner abgeräumt. Etwas Bitteres hat die ganze Sache allerdings auch: Nach viel investierter Zeit hat der Betonkatamaran seinen Zweck nun erfüllt und muss entsorgt werden, wenn sich nicht kurzfristig ein Käufer findet. Es gilt aber wie so oft im Leben: Der Weg ist das Ziel. Und in diesem Fall ist der Weg aus Beton.

Text und Foto: Florian Mentele

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