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Für Kinder in Not: TU-Absolvent packt Geschenkkartons

Max Hoferichter hat an der TU Dresden studiert
Packt Geschenkkartons für Kinder in Not: Der ehemalige TU-Student Max Hoferichter

Worum geht's? TU Dresden, Weihnachten im Schuhkarton, Spenden

Im November 2016 schnürte Max Hoferichter, ehemaliger Maschinenbaustudent der TU Dresden, nicht nur ein eigenes Päckchen für die Spendenaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Kinder in Not, sondern packte gleich selbst mit an. CAZ hat mit ihm gesprochen.

Wie kam es, dass du im letzten Jahr Helfer bei der Dresdner Sammelstelle von „Weihnachten im Schuhkarton“ warst?

Nach meinem Studienende im November letztes Jahr war ich erst einmal arbeitssuchend und hatte damals genügend Zeit. Als Manuela aus meiner Gemeinde – sie ist die Leiterin der Sammelstelle in Dresden und dem Umland – dann einen Aufruf startete: „Wir brauchen Leute, die beim Geschenke sortieren mithelfen wollen“, wollte ich meine freie Zeit einfach sinnvoll nutzen. Man kann ja dadurch den Kindern etwas Gutes tun. Ich glaube, das waren im letzten Jahr schon so 3000 Schuhkartons, die man kontrollieren und wieder verschließen musste.

Klingt nach viel Arbeit. Wie war der Ablauf beim Sortieren der Kartons? Wie lange warst du immer vor Ort und wie oft?

Also so viel, wie man selbst will. Das ist ja alles völlig freiwillig und es wird auch nicht von einem erwartet, dass man immer wiederkommt, wenn man einmal da war. Ich war selbst gar nicht so oft da, vielleicht ein oder zwei Mal für einen Tag. Man kommt da schnell rein und braucht jetzt auch keine Vorkenntnisse oder so.

Treffpunkt war damals eine Lagerhalle, die Manuela immer extra anmietet, und da sind dann eben diese Riesen-Europaletten voll mit den Schuhkartons. Dort hat jeder so seinen Tisch und man packt einfach die Kartons kurz aus, um zu schauen, dass nichts drin ist, was nicht rein darf. Manche Süßigkeiten sind zum Beispiel verboten. Manchmal packen wir auch noch etwas dazu, was zusätzlich von Leuten oder Geschäften gespendet wurde. Danach macht man die Kartons wieder zu und packt sie auf die Palette für die fertigen Kartons, die dann abtransportiert werden können.

Und wie viele wart ihr dann immer so?

Je nach Tageszeit waren ungefähr zehn andere Helfer. Es war wirklich ein richtig gutes Miteinander, echt schön. Ein bisschen was zu Essen gibt es auch immer.

Was war denn so das Verrückteste, das du aus einem Karton rausnehmen musstest und warum?

Also ich hatte gar nicht so abgefahrene Sachen. Ich hatte nur einmal den Fall, dass ich einen Karton aus einem Raucherhaushalt hatte. Da haben leider alle Sachen sehr stark nach Zigarette gerochen und es tat einem dann schon leid, das Ganze rausnehmen zu müssen. Manchmal hatte ich auch alte Schuhe drin, die definitiv schon getragen waren.

Erzähl doch mal, was für dich die schönsten Dinge waren, die verpackt wurden?

Das waren die selbst gestrickten Kuscheltiere und Mützen der Omis aus der Gemeinde. Die häkeln das ganze Jahr über, sobald die Aktion vorbei ist, legen sie wieder los. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Leute anderen Menschen etwas Gutes tun und man sieht auch, wie großzügig manche sind und wie viel Liebe da im Detail drinsteckt.

Hast du denn selbst schon einen Karton gepackt und wenn ja, was war da drin?

Ja, das habe ich natürlich auch schon gemacht. Das war für einen Jungen für die zweite Altersstufe, also von fünf bis neun Jahre. Ich habe Spielzeugautos und einen Ball zum Aufpumpen reingetan. Dann natürlich noch was zum Lernen und Malen, wie Schreibhefte, Stifte und Füller, und noch was für den täglichen Bedarf, wie Zahnbürste und Zahnpasta. Oh, und natürlich noch Süßes und eine warme Mütze.

Warum würdest du anderen Studenten empfehlen, im nächsten Jahr bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mitzuhelfen?

Ich finde, es ist eine wirklich dankbare Aktion und man sieht am Ende, was man geschafft hat. Das ist ein gutes Gefühl und außerdem freut man sich selbst auch über die Kartoninhalte und denkt sich: „Wie cool ist das, die Leute packen so schöne Kartons!“ Praktisch ist auch, dass man sich nicht fest an das Projekt binden muss, sondern einfach vorbeikommen und wieder gehen kann. Außerdem sind die Leute dort alle superlieb.

Hast du in diesem Jahr eigentlich wieder mitgemacht?

Nein, leider nicht, da ich mittlerweile in einem kleinen Ingenieurbüro am Großen Garten arbeite, habe ich keine Zeit gefunden. So musste ich in diesem Jahr leider Prioritäten setzen.

Engagierst du dich sonst noch ehrenamtlich?

Ja. In unserer Gemeinde gibt es zwei Jugendgruppen von „Entschieden für Christus Jugendverband“ (EC). Das ist ein weltweiter Verband, der sich für jugendliche Christen einsetzt und deren Glauben fördert. Da gibt es immer mal Referenten, die Vorträge halten und Seminare, die angeboten werden, und meine Frau und ich leiten das Ganze seit 2016 so ein bisschen an. Wir gestalten das Programm und schauen, wo wir mit der Gruppe noch hin wollen. Da kann auch jeder mitmachen.

Interview: Anne Nentwig
Foto: privat

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