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Gutes tun zur Weihnachtszeit: Hier kannst du helfen

Fairer Weihnachtsmarkt in Dresden
Nachhaltige Produkte gibt es auf dem Fairer Weihnachtsmarkt in der Dreikönigskirche

Worum geht's? Dresden, Weihnachtsmarkt, Studentenjobs, Heilsarmee

Fairer Weihnachtsmarkt, Heiligabend mit der Heilarmee oder Gänsebraten für einsame Herzen – wer zur Weihnachtszeit etwas Gutes tun will, hat viele Möglichkeiten.

Bei der deutschlandweiten Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ finden jedes Jahr zahlreiche Päckchen ihren Weg in die zentrale Sammelstelle Dresden, deren Leitung das Ehepaar Neubert seit 1999 übernommen hat. Die Pakete werden dann als Weihnachtsgeschenke an Kinder in Not weitergegeben. Mit den Jahren wurde das heimische Wohnzimmer der von Familie Neubert dafür jedoch zu klein, waren es im letzten Jahr immerhin 3093 Schuhkartons! Daher sammelt Tino Neubert, der dafür wie viele andere Helfer extra Urlaub nimmt, alle Pakete mit zwei großen Transportern an den Annahmestellen ein und bringt sie in einen angemieteten Lagerraum.

Hier werden die Schuhkartons und ihre Inhalte knapp zwei Wochen gesichtet und geprüft, denn nicht immer entspricht der Inhalt den Vorgaben. Gebrauchte Zahnbüsten, Schnäpse oder etwa Kondome haben dann doch nichts in einem solchen Geschenk zu suchen. Diese Sachen werden dann herausgenommen und durch etwas anderes ersetzt, zum Beispiel selbst gestrickte Plüschtiere. Unterstützung bekommt das Paar unter anderem vom Jugendkreis der Landeskirchlichen Gemeinschaft Dresden. Wer es in diesem Jahr verpasst hat, ein Geschenk zu packen, kann die Aktion trotzdem noch durch eine Spende unterstützen, durch die zum Beispiel die Transportkosten finanziell gedeckt werden.

Eine ähnliche Aktion gibt es übrigens auch von „Kinderzukunft – Stiftung für Kinder in Not“. Wer schnell ist, kann hier noch ein Päckchen bis zum 5. Dezember packen und beim Möbelmarkt Höffner in Dresden-Kaditz abgeben.

Aber nicht nur in der Ferne könnt ihr zur Weihnachtszeit Gutes tun, auch in Dresden gibt es Weihnachtsaktionen für den Guten Zweck. So findet am dritten Adventswochenende zum 5. Mal der Faire Weihnachtsmarkt (Foto) in der Dreikönigskirche statt. Statt Masse wird hier auf „Klasse“ gesetzt, d.h. knapp 50 Händler, meist aus der Region, bieten ihre Produkte an, die sie in aufwendiger Handarbeit und in nachhaltigen Arbeitsprozessen gefertigt haben. Wer also noch auf der Suche nach einem besonderen Geschenk ist und dabei faire und regionale Produkte unterstützen möchte, wird hier sicher fündig werden. Ob Schmuck, Seifen, Holzspielzeug oder Naschereien, für jeden ist etwas dabei. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, euch über diverse gemeinnützige Vereine zu informieren, bei denen ihr euch zum Teil auch das ganze Jahr über engagieren könnt. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Aktuelle Infos gibt es bei Facebook.

Für Bedürftige und Alleinstehende organisiert die Heilsarmee Dresden seit 20 Jahren am Heiligabend eine Weihnachtsfeier auf dem Elb-Schiff „Gräfin Cosel“. Schon Mitte Oktober fragen die ersten nach Karten, die ab dem 6. Dezember erhältlich sind. Die Veranstaltung ist auf 150 Personen beschränkt, zum vorherigen Gottesdienst sind jedoch alle eingeladen. Am Ende der Feier bekommen alle Gäste ein kleines Päckchen. Um diese Herausforderung zu stemmen und damit auch alle Teilnehmer beschenkt werden können, ist die Heilsarmee auf Spenden angewiesen. Wie hoch diese sind, spielt dabei keine Rolle, denn jeder Cent zählt. Infos dazu findet ihr online.

In der Neustadt lädt am 24. Dezember das Wulbert‘s Café das zweite Mal zum „Lonely Hearts Christmas Dinner“ alle gestrandeten, einsamen Seelen ab 18 Uhr zum gemeinsamen Weihnachtsfest. Für nur 3 Euro wird es wieder eine kleine Weihnachtstafel geben, auf der der Klassiker, Ente oder Gans mit Klößen und Rotkohl, sowie auch eine vegane Variante serviert werden. Inklusive sind außerdem ein Glühwein und Tee. Anmelden kann man sich bis zum 21.12. Im letzten Jahr kam so eine kleine, aber feine Runde von knapp zehn Leuten zusammen. Anmeldung und weitere Infos auf Facebook.

Wer sich selbst nicht so viel aus dem 24. macht und ein paar Stunden Zeit hat, kann sich außerdem bei der Studentischen Arbeitsvermittlung (STAV) als Weihnachtsmann oder Engel zum Dienst melden. Hier tut ihr nicht nur eurem Geldbeutel etwas Gutes, sondern bringt vor allem die Kinderaugen in vier bis sechs Familien zum Strahlen, die ihr an diesem Nachmittag bzw. Abend besuchen werdet. Ihr verbringt im Schnitt 20 Minuten bei den Familien, mit denen ihr euch individuell absprecht. Ungelernte Weihnachtsmänner und Engel müssen jedoch zuvor eine Schulung am 8. oder 15. Dezember besuchen. Das Kostüm könnt ihr gegen eine Kaution von der STAV ausleihen.

Text: Anne Nentwig
Foto: Thomas Boettcher/Body-XTreme

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