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Klimakonferenz und Climate March: Dasselbe in Grün

Während bei der Klimakonferenz in Paris über die weltweite Klimapolitik diskutiert wird, kamen in tausenden Städten Menschen beim Climate March zusammen. CAZ war in Dresden dabei.

 

 

 

 

Am 29. November rief ein Bündnis von Greenpeace, den Grünen, BUND und anderen Umweltorganisationen zum weltweiten „Climate March“ auf. Auch in Dresden fanden sich bei Wind und Regen rund 300 Teilnehmer zusammen, die vom Schlossplatz aus zweimal über die Elbe und zurück zum Ausgangspunkt zogen, um dort ein Menschenbild zu formen. Ein Herz, in tausenden Städten rund um den Globus zur gleichen Zeit geformt (Foto), als klares Statement für Paris: „Wir wollen keine Absichtserklärungen, keine bis auf die Knochen ausdifferenzierten Kompromisse. Sondern Ergebnisse!“ Das wurde in einigen (sicherlich auch aufgrund des Wetters) knappen Redebeiträgen deutlich. Kohle tauge nicht als Alternative zur Atomkraft. Und wenn jemand die Möglichkeiten habe, CO2 zu sparen, dann sind wir das. Wir, die reichen Staaten der Erde. Pro Kopf gemessen, sind wir immer noch die schlimmsten Klimasünder.

Klar, so beim Blick in den Himmel erschien ein bisschen Erwärmung zwar als gar keine so schlechte Idee, doch seien wir ehrlich. Ein Grad Erderwärmung haben wir geschafft. Klimaforscher setzen 1,5 bis zwei Grad als Höchstgrenze. Weit ist es nicht mehr. Und die Weltwirtschaft steht nicht vor dem Zusammenbruch. Weder Saudi Arabien noch Russland in ihrer Ressourcen-Exportabhängigkeit haben ein großes Interesse an einem strikten Klimaabkommen.

Und der Rest der Industriestaaten? Großes Fragezeichen. Werden also wie beim letzten Klimagipfel die kleinen, existenzbedrohten Inselstaaten versuchen, den Ton anzugeben? Können sie genug Druck aufbauen? Wer auf jeden Fall Druck aufbauen kann, sind wir. Und wer es wichtig fand, sein Facebook-Profilbild vor drei Wochen blau-weiß-rot zu hinterlegen, der sollte es jetzt erst recht in Grün tun. Denn hört man sich um, so ein richtiges Thema ist die Konferenz nicht.

Ich finde es persönlich wichtig, seinen Blick nach Paris zu wenden und wenigstens aufmerksam zu sein. Im täglichen Leben merken wir wenig vom Klimawandel. Man kann sich über die selten dämliche Aktion einiger Aktivisten aufregen, den Zug der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks zu stoppen. Aber ändert das irgendwas an der Wichtigkeit der Verhandlungen? Die Antwort ist dieselbe wie auf die Frage, ob wir es wirklich austesten wollen: nein.

Wer noch etwas weitergehen möchte, hier noch einige interessantere Links zum Thema:

Der Deutschlandfunk sendet eine ausführliche zwölfteilige Serie: http://www.deutschlandfunk.de/2-grad-plus.2586.de.html

Die Deutsche Welle informiert ausführlich über einzelne Verhandlungstage: http://www.dw.com/de/es-geht-um-die-zukunft-der-menschheit/a-18885325

Und direkt aus Paris bloggt der Dresdner Kommunikationswissenschaft-Student Andreas Sieber für ‚Climate Tracker‘: http://adoptanegotiator.org

Text und Foto: Maximilian Helm

 

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