Schreib uns per WhatsApp: 0172 77 18 33 4

Nachhaltig – die App für Lebensmittelrettung

App Too good to go Dresden Studenten
Mit der App „Too good to go“ landet übrig gebliebenes Essen nicht in der Tonne, sondern wieder auf dem Teller.

Worum geht's? Too good to go, Resteverwertung, Dresden, Studenten

Das internationale Start-up-Unternehmen „Too good to go“ setzt sich seit 2015 gegen die gastronomische Lebensmittelverschwendung ein und ist damit mittlerweile sehr erfolgreich. Zwei Dresdner Studenten haben sie ausprobiert.

Viel diskutiert und kritisiert werden immer öfter die überflüssigen Massen an Verpackungsmaterialien, die unsere Lebensmittel vor jeglichen Umwelteinflüssen und schließlich vor dem Verderben schützen sollen. Doch viel zu oft gelangen bereits frische Lebensmittel in die Mülltonne, bevor sie überhaupt verdorben sind. Schätzungen zufolge werden deutschlandweit 1127 Tonnen pro Stunde weggeworfen.

Schon 34 Dresdner Gastronomen sind dabei

Den Gründern der App „Too good to go“ ist bei diesen Zahlen der Appetit vergangen. Sie haben eine Plattform entwickelt, die das Überangebot von Restaurants portionsweise vor der Mülltonne rettet und es Hungrigen für ca. drei Euro anbietet. Die App funktioniert schon in acht Ländern der EU. Zukünftige Erweiterungen sind geplant. Aktuell haben 6000 Betriebe mit Hilfe dieser App der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt.

In Dresden sind bereits 34 Gastronomen registriert, die eine Vielzahl an Gerichten anbieten. Von Kuchen und Gebäck über mexikanisch, asiatisch bis hin zur regionalen veganen Kost reicht das Angebot. Die Brüder Jonathan Gilliam, Student des Bauingenieurwesens im 8. Semester, und Philip Gilliam, der „Regenerative Energiesysteme“ im 2. Semester studiert, haben die App ausprobiert. „Die Benutzeroberfläche der App ist super einfach aufgebaut und man kann bequem per Kreditkarte bezahlen“, erklärt Jonathan. „Wir haben uns für ein indisches Restaurant entschieden, welches ausschließlich Vegetarisches auf der Speisekarte anbietet. Es ist schon spannend, die App zu benutzen, weil man nicht weiß, was man für Essen eingepackt bekommt“, fügt Philip hinzu.

Drei Millionen Mahlzeiten vor der Tonne gerettet

Beide finden diese Art der Resteverwertung sehr sinnvoll und sprechen von einer Win-Win-Situation. Die Betriebe müssen weniger verarbeitete Lebensmittel entsorgen und die Nutzer probieren neue Gerichte und Läden in ihrer Umgebung aus, und das mindestens zur Hälfte des Normalpreises! Kosten für die App zahlt man übrigens nicht.

Schon drei Mio. Mahlzeiten konnten so doch noch gegessen werden. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von rund 6000 Tonnen. Diese Menge wird ca. für 5000 Flüge auf der Strecke Berlin – New York verbraucht. Doch dieser Meilenstein soll erst der Anfang sein. Der Einfluss der Lebensmittelverschwendung auf die Umwelt ist alles andere als unerheblich. Besonders in Zeiten der stetig wachsenden Weltbevölkerung herrscht Lebensmittelknappheit. Die beiden Studenten sind sich einig: „Dagegen können man auf privater und jetzt auch auf gastronomischer Ebene etwas tun. ‚Too good to go‘ macht es vor.“

Text: Lale Carstensen
Foto: PR

Jetzt seid ihr dran: Worüber sollen wir berichten? Welche Themen aus Dresden interessieren euch? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

Zurück

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...