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Nobelpreisträger: Frederik de Klerk in der Frauenkirche

Worum geht's? Frauenkirche, Friedensnobelpreis, Südafrika, Nelson Mandela

Frederik de Klerk, ehemaliger Präsident Südafrikas und Friedensnobelpreisträger, ist am 3. April in der Frauenkirche zu Gast. Einst selbst Verfechter der Apartheid, setzte er sich später für deren Abschaffung ein.

Frederik de Klerk wurde von der Stiftung Frauenkirche eingeladen. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich sagt über ihn: „Es sind die Themen unserer jüngeren Vergangenheit und unserer Gegenwart, die Frederik de Klerk auch aus seinem Land kennt: Aufbruch, Demokratisierung und gesellschaftliche Transformation. In Südafrika warb er für ein freiheitlich-demokratisches Miteinander. Er wusste um die Schwierigkeiten dahin und die Herausforderungen danach. Er begleitet den Prozess bis heute. Aus seinem berufenen Mund Friedenswege für die Welt aufgezeigt zu bekommen und daraus eigene Schlüsse ziehen zu können, ist eine besondere Gelegenheit, die uns seine Rede in der Dresdner Frauenkirche bietet.“

1989 wurde Frederik de Klerk Präsident Südafrikas und war bis dahin ein Verfechter der Apartheid. Ein Jahr später aber leitete er grundlegende Reformen ein, die das Ende einer jahrhundertealten Vorherrschaft der weißen Bevölkerungsgruppe bzw. die Abschaffung der 1948 eingesetzten Apartheid-Doktrin mit dem Ziel der „Gleichheit zwischen Männern und Frauen und Menschen aller Rassen“ in Südafrika bedeutete. De Klerk hob den Ausnahmezustand auf, ließ verbotene oppositionelle Parteien wieder zu und entließ politische Gefangene aus der Haft – darunter Nelson Mandela, mit dem er in der Folge um die Demokratisierung des Landes rang. Beide Politiker wurden 1993 für ihr „Wirken für die friedliche Beendigung des Apartheidregimes und für die Schaffung der Grundlagen für ein neues demokratisches Südafrika“ mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Seit mehr als 15 Jahren engagiert sich Frederik de Klerk in einer nach ihm benannten Stiftung für friedensstiftende Aktivitäten in multikulturell geprägten Ländern und bemüht sich um die junge Demokratie Südafrikas.

Am 3. April ab 19 Uhr wird er im Hauptraum der Frauenkirche über multikulturelle Gesellschaften sprechen. Wer sich die Rede anhören will, kann einfach hingehen. Der Eintritt ist frei. De Klerk spricht Englisch, wer die Sprache nicht so gut beherrscht, kann über ein Headset eine Simultanübersetzung hören.

Nach Martti Ahtisaari, Mohamed ElBaradei und Ahmet Üzümcü ist Frederik de Klerk der vierte Redner der Reihe „Friedensnobelpreisträger in der Frauenkirche Dresden“. Unter der Leitfrage „Was müssen wir heute tun, damit die Welt in 20 Jahren friedvoll(er) ist“, sollen Friedenziele formuliert und Wege dorthin aufgezeigt werden.

Text: PR
Foto: Matthew Willman

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