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Senior trifft Schüler beim Dresdner Generationendialog

Dresdner Bürgerstiftung Generationendialog
„Erzähl mal was von früher!“ Der Generationendialog ist viel spannender als langweilige Geschichtsbücher.

Worum geht's? TU Dresden, Bürgerstiftung Dresden, Ehrenamt, Praktikum

Wenn Rentner Schülern von früher erzählen, ist das besser als jeder Geschichtsunterricht. Derzeit sucht das Projekt Generationendialog studentische Moderatoren.

Die DDR – wie war das noch mal? Stinkende Trabis, wohnen in der Platte und sonst? Wer heute in die Schule geht, für den ist das Leben in der DDR so weit weg wie die Erde vom Jupiter. Dabei ist das noch nicht mal 30 Jahre her. Und weil es deshalb auch noch jede Menge Zeitzeugen gibt, treffen sich beim Generationendialog regelmäßig Dresdner Schüler der Klassen 7 bis 10 mit ehrenamtlichen Senioren, die erzählen, wie das früher so war. Ist ja auch tausendmal spannender als ein dröges Geschichtsbuch.

Dabei geht’s aber nicht nur um die DDR, auch andere Themen, zum Beispiel „der Tod“, „Freundschaft“ oder „soziale Netzwerke“, werden diskutiert. Nach einer kurzen Kennenlernphase teilen sich die Schüler in kleine Gruppen auf, bei denen jeweils einer der Senioren dabei ist. Moderiert werden die Treffen von Studentinnen und Studenten, die die Generationendialoge nicht nur vorbereiten, sondern auch neue Themenangebote entwickeln, Ergebnisse aufbereiten und Evaluierungsbögen auswerten oder auch die Treffen der Moderatoren selbst organisieren.

„Derzeit sind circa zehn Studenten bei uns aktiv, vom Maschinenbauer bis zum Soziologen“, berichtet Janos Römgens, der an der TU Dresden ebenfalls Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Energietechnik studiert und gerade seine Diplomarbeit schreibt. Deshalb ist er zurzeit vor allem für administrative Aufgaben beim Generationendialog zuständig. Zuvor war er selbst Moderator und plant, auch in Zukunft wieder die eine oder andere Moderation zu übernehmen. Wer mitmacht, kann sich die Zeit flexibel einteilen; ein bis fünf Moderationen pro Halbjahr beträgt das Pensum ungefähr. Dass das Projekt nicht nur den Unterricht auflockert und die Senioren „jung hält“, wie sie selbst berichten, sondern auch mal spannende Perspektivwechsel garantiert, ist klar. Wo sonst diskutiert die Rentnerin in der Rolle einer pubertierenden Tochter mit den „Eltern“, die von Schülern dargestellt werden, über ihr Outfit?

Die Idee zum Generationendialog hatte vor mittlerweile 13 Jahren eine Studentin der TU Dresden. Sie studierte Erziehungswissenschaften und entwickelte zusammen mit allgemeinbildenden Schulen das Projekt während ihres Praktikums bei der Bürgerstiftung Dresden. Heute wird der Generationendialog von Bettina Buchmann koordiniert und ist Teil des Fachunterrichts an Schulen. Aktuell sucht das Team Verstärkung. Wer als studentischer Moderator mitmachen will, schreibt an den „Treffpunkt Hilfsbereitschaft“. Das ist die Freiwilligenagentur der Dresdner Bürgerstiftung, sie wird von Bettina Buchmann geleitet. Meldet euch unter th@buergerstiftung-dresden.de.

Text: Ute Nitzsche
Foto: Bürgerstiftung Dresden/PR

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