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Steuer-Erklärung für Studenten: Das kann sich richtig lohnen

Finanzamt Dresden Nord: Steuer-Erklärung für Studenten

Worum geht's?
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Lernen am Elbufer, WG-Grill-Abende im Alaunpark oder in Sommerlaune auf dem Rad gen Sächsische Schweiz – der Mai hat weiß Gott Besseres zu bieten als die Steuererklärung. Doch gerade für Studenten kann sich die Auseinandersetzung mit dem Thema lohnen. CAZ-Reporter Robert hat für euch beim Finanzamt Dresden-Nord (Foto) vorbeigeschaut und die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

 

Sind alle Studenten verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben?

Nein, es sei denn man arbeitet selbstständig auf Rechnung, hatte mehrere Arbeitgeber oder die versteuernden Jahreseinkünfte liegen über dem Grundfreibetrag von 8.652 €. Alle Studierenden, die neben dem Studium oder in den Semesterferien als Angestellte beschäftigt sind, müssen keine Steuererklärung abgeben - es kann sich aber dennoch bezahlt machen!

Warum lohnt sich eine Steuererklärung?

Die gezahlten Steuern werden im Regelfall vollständig zurückerstattet. Gerade beim Jobben mit einer Steuerkarte führt der Arbeitgeber regelmäßig Lohnsteuer ab, die man sich mithilfe der Steuererklärung zurückholen kann. Eine Ausnahme stellen Minijobber mit maximal 450 € im Monat dar: Sie sind ohnehin von der Lohnsteuer befreit und eine Rückzahlung entfällt.

Was können Studenten von der Steuer absetzen?

Studenten können ganz generell alle Ausgaben, die in direktem Zusammenhang mit ihrem Studium stehen, absetzen. Darunter fallen beispielsweise die Semesterbeiträge, Fachliteratur, Software, Arbeitsmaterial, Nachhilfe, Sprachkurse und die Fahrt zur Uni, die mit je 30 Cent pro Kilometer (alternativ dem Studententicket) zu Buche schlägt. Bei verpflichtenden Exkursionen und Studienreisen können Reisekosten und Verpflegungspauschalen mitberücksichtigt werden. Selbst die Neuanschaffung eines Rechners kann zu Teilen mit abgesetzt werden. Studierende aus anderen Städten haben bei regelmäßiger Heimfahrt zu den Eltern die Möglichkeit neben den Fahrtkosten auch die Miete am Studienort in die Steuererklärung miteinzubeziehen.

Zwischen Sonderausgaben und Werbungskosten differenzieren

Bei den studentischen Ausgaben muss zwischen Sonderausgaben und Werbungskosten als auch dem Erst- und Zweitstudium genau differenziert werden. Der entscheidende Haken liegt in der Erstausbildung, bei der sich nur Sonderausgaben absetzen lassen und ein Höchstbetrag von 6000 € pro Jahr festgesetzt ist.

Update: Das Bundesverfassungsgericht (Az.: 2 BvL 22-27/14) entscheidet voraussichtlich 2017 darüber, ob Erst- und Zweitstudium gleich behandelt werden müssen.

Sonderausgaben können nur mit den studentischen Einnahmen des gleichen Jahres verrechnet werden und müssen noch im Entstehungsjahr geltend gemacht werden. Werbungskosten hingegen sind beruflich bedingte Ausgaben für Fort- und Weiterbildung und können von Studenten mit abgeschlossener Berufsausbildung als Aufwendungen verbucht werden. Im Laufe der ersten Berufsjahre werden diese Aufwendungen von den aktuellen Steuern abgezogen, wodurch deutlich weniger Steuern fällig werden.

Abgabefristen für die Steuererklärung

Bei einer freiwilligen Steuererklärung kann man vier Jahre Zeit ins Land streichen lassen und getrost das Maiwetter genießen. Alle Pflichtveranlagten müssen jedoch die Steuererklärung aus dem Jahr 2015 bis zum 31. Mai 2016 beim zuständigen Finanzamt einreichen. Die Möglichkeit einer Fristverlängerung besteht mit einem formlosen Schreiben an das Finanzamt und sollte in Anspruch genommen werden, bevor Mahnung und Verspätungszuschlag (!) im Briefkasten landen.

Bevor sich nun Hektik am heimischen Schreibtisch breit macht, kann aller Voraussicht nach für den kommenden Mai schon etwas aufgeatmet werden: Die Abgabe der Steuererklärung ist erst bis zum 31. Juli 2017 vorzulegen. Es sollen jedoch auch die Strafzahlungen auf mindestens 25 € pro Monat erhöht werden. Vollständig aufgeatmet werden kann im Jahr 2022 mit der vollautomatischen Steuererklärung - zumindest in den Finanzämtern.

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Text und Foto: Robert Härer

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