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Test: Zu welchem Typ gehören deine Eltern?

Besorgte „Wir haben dir gleich mal für die nächsten Wochen vorgekocht“-Muttis oder peinliche Partylöwen, die deine Mitbewohner zur Begrüßung fragen, „was am Wochenende so geht “?

 

 

 

 

 

Die "Wir können es uns ja leisten"-Eltern

So sind sie: Man kennt sie unter ihrem Nachnamen von Samtstein, ihre Vornamen tun nichts zur Sache. Wenn sie dich besuchen, lassen sie den Mercedes zu Hause. Stattdessen suchen sie in der engen Straße, in der deine WG ist, eine Dreiviertelstunde lang verzweifelt einen Parkplatz für ihren SUV.

Das versteckst du besser: Die Secondhand-Schuhe vom Kleiderkreisel schiebst du lieber weit unters Bett.

Euer Eltern-Wochenende: Den Sonnabend-Vormittag nutzt ihr zu einem Rundgang durch die Altstadt. Bei der Gelegenheit kauft sich deine Mutter in einer vornehmen Boutique im Quartier F (QF) einen Seidenschal ("Ich habe doch das neue Kostüm in Blau, mein grünes Tuch beißt sich damit"). 

Anschließend besucht ihr eine Andacht in der Frauenkirche. Dein Vater ist zufrieden mit dem Ergebnis des wiederaufgebauten Gotteshauses und betont, dass er "ja damals auch zehn Euro dafür gespendet" hat.

Danach holt dein Vater den SUV aus der Tiefgarage und ihr fahrt ins Sterne-Restaurant bean&beluga. Deine Mutter hat dort schon drei Wochen zuvor einen Tisch für euch reservieren lassen. Als du einen Burger bestellen willst, weil du vor Hunger fast umfällst, erntest du einen tandelnden Blick deiner Mutter. ("Also wirklich ...")

Für den Abend haben deine Eltern Karten für die Semperoper gekauft. Dort kann man auch gleich noch was zu Abend essen, denn in der Pause gibt es ja ein Catering.

Ein Dresden-Souvenir: Da deine Mutter sich kaum sattsehen kann an den Figürchen aus echtem Meißner Porzellan, kauft dein Vater ihr schließlich den "handbemalten Kakadu" für den Kaminsims.

 

Die Junggebliebenen

So sind sie: Geboren wurden sie als Ursula und Florian, seit ihrem 15. Lebensjahr werden sie aber nur "Ursi" und "Flo" gerufen, und das hat sich bis heute auch nicht geändert. Von ihrer Fahrt zum Highfield-Festival haben sie noch einen Flixbus-Gutschein übrig, mit dem sie die Tour zu dir nach Dresden 7 Euro billiger bekommen haben.

Das versteckst du besser: Willst du dir nicht das ganze Wochenende Vorträge anhören, wie "lustig das Studentenleben ist und das es nie, aber auch wirklich niieee wieder so schön wird in deinem Leben", dann lass deine Unisachen nicht offen herumliegen. Lernen? "Kannst du doch auch später noch, Kind!"

Euer Eltern-Wochenende: Sie stehen schon am Donnerstag bei dir auf der Matte, weil sie unbedingt mit dir in den Studentenclub Bärenzwinger wollen. Deine Mutter hat dir schon am Telefon zugeflötet, "dass es dort richtig geil sein soll".

Am Freitag musst du eigentlich noch zur Vorlesung, aber deine Eltern sind der Meinung, die sei "doch sowieso nicht so wichtig". Stattdessen laden sie dich zum Frühstück ein. Du hast dich auf knusprig gebratenen Schinken, fingerdick bestrichene Nutella-Brötchen und starken Kaffee gefreut? Das kannst du vergessen. Wenn man jung und fit bleiben will "so wie wir", isst man kalorienreduziertes Vital-Müsli, Obstsalat mit Kürbiskernen und trinkt Kräutertee.

So gestärkt geht ihr eine Runde skaten im Großen Garten. Danach brauchen deine Eltern ein Mittagsschläfchen, denn schließlich wartet am Abend die Party im Musikpark.

Am Sonnabend wird ausgepennt. Obwohl du um 11.45 Uhr kein Auge mehr zu bekommst, tapst du auf Zehenspitzen durch die Wohnung, um deine immer noch seelig schlummernden Eltern nicht zu wecken. Nachdem sie endlich aufgestanden sind, springen sie schnell unter die Dusche. Deine Mutter hält dir ihr Duschgel unter die Nase: "Hmm, riech mal, das ist Fruity Cherry". Jetzt müssen sie sich beeilen, denn um 14.30 Uhr geht ihr Flug nach Barcelona.

Am Sonntag hast du endlich wieder Zeit, um für die Uni zu lernen.

Ein Dresden-Souvenir: Zwei Eintrittsbändchen von der Unity.Dresden.Night, die am 7. November stattfindet, sind das schönste Geschenk.

 

Die Besorgten

So sind sie: Sie heißen Barbara und Klaus-Dieter und kommen mit ihrem Minivan, in dessen Kofferraum sie dir vorgekochte Speisen mitbringen, mit denen sie locker eine Hundertschaft der Polizei versorgen könnten. Aber nicht ohne den mahnenden Hinweis von Mutti: „Die Tupperschüsseln brauche ich aber zurück!“

Das versteckst du besser: Dein geklautes Mensageschirr räumst du am besten in die hinterste Ecke deines Küchenschranks, „nicht dass du noch Ärger bekommst deshalb“. Ebensolche Sorgenfalten erzeugen herumliegende Kondome und zerfetzte Jeans („Wie du rumläufst!“) Also weg damit.

Euer Eltern-Wochenende: Nachdem dein Vater noch schnell ein paar Regale in deinem Zimmer aufgehängt hat, macht ihr am Nachmittag einen Rundgang über den Campus. Besonders verweisen kannst du auf Vorzeige-Bauten wie die SLUB, die auch sonntags auf hat, das Hörsaalzentrum oder das Informatik-Institut. Damit reißt du deine Mutter zu begeisterten Ausrufen hin: „Was für eine tolle Lernatmosphäre!“ Dein Vater nickt zufrieden; sein Geld in deine Ausbildung ist gut investiert.

Für die Abendunterhaltung empfiehlt sich ein Theaterbesuch im Kleinen Haus. Die Karten sind recht preiswert und anschließend kann man noch einen Abstecher in die Neustadt machen. Aber nur bis zur Scheune, alles andere erschreckt deine Eltern nur.

Am Ende steckt Papa dir noch einen Hundert-Euro-Schein in die Tasche und Mama nickt wissend: „Für feste Winterschuhe und einen Anorak!“

Ein Dresden-Souvenir: Eine Werbetasse der TU zeigen deine Eltern gern stolz ihren Nachbarn. („Hier studiert unser Kind.“)

 

Die verhinderten Weltretter

So sind sie: Sie nennen sich selbst Reni und Hajo, und auch deine WG-Mitbewohner dürfen sie so nennen. („Ach sag doch einfach Reni.“) Früher wollten sie die Welt retten, jetzt arbeiten sie in einer Behörde. Sie reisen mit dem Wochenendticket an, weil sie aber in Dresden-Mitte ausgestiegen sind, musst du sie dort abholen.

Das versteckst du besser: Da die diesjährige Welcome-Package-Tasche einige Markenlogos zur Schau stellt, bringst du sie besser außer Sichtweite.

Euer Eltern-Wochenende: Euer gemeinsames Dresden-Wochenende beginnt mit einem Einkauf im Bio-Supermarkt. Wenn du Reni und Hajo besonders beeindrucken willst, geht ihr in Dresdens erstes verpackungsfreies Lebensmittelgeschäft
„Lose“ auf der Böhmischen Straße 14.

Anschließend bummelt ihr am 31.10. oder 1.11. über den Kreativmarkt in der Messe Dresden, wo sich Reni wie im Himmel auf Erden fühlt. Sie kann sich hier durch gefilzte Laptop-Taschen, handbemalte Möbel und jede Menge Keramik wühlen.

Essen gehst du mit Reni und Hajo natürlich in der „brennNessel“ im Umweltzentrum Dresden. Hier gibt es nur vegetarische Speisen, was Hajo dazu veranlasst, auf das gute Karma hinzuweisen, welches man mit der fleischlosen Ernährung zweifelsohne erlangt.

Den Abend verbringt ihr natürlich in der Neustadt. Nicht weil du das so willst – man könnte ja Kommilitonen begegnen, und das zusammen mit den Eltern. Geht gar nicht! –, sondern weil Reni und Hajo gehört haben, „dass die Kunsthofpassage richtig toll sein soll“.

Ein Dresden-Souvenir: Als Andenken bastelst du passend zur bevorstehenden Adventszeit einen Pflaumentoffel aus fair gehandelten Biopflaumen.

 

Die Kleinstädter

So sind sie: Helga und Kalle kommen mit ihrem dunkelblauen Ford Focus aus der Kleinstadt und stehen pünktlich am Sonnabend um 10 Uhr auf dem Parkplatz, wo ihr euch trefft. Beim Anblick deiner verquollenen Augen erklärt deine Mutter fröhlich: „Wir sind extra ganz früh aufgestanden, damit wir mit dir in Dresden ganz viel angucken können.“

Das versteckst du besser: Die Eintrittskarten für die Tattoo Convention und den neuen Roman von Charlotte Roche „Mädchen für alles“ packst du am besten ganz weit unten in die Schreibtischschublade.

Euer Eltern-Wochenende: Der Sonnabend beginnt im Elbepark, denn der liegt praktischerweise unweit der Autobahnabfahrt Dresden-Neustadt. Auf das unbegrenzte Shopping-Vergnügen freut sich deine Mutter schon den ganzen Monat. („Ich hab‘ da neulich so einen schicken Pulli in der ‚Brigitte‘ gesehen ...“) Bei der Gelegenheit kauft ihr bei Ikea noch „was für deine Wohnung“ und eine Packung 8er-Hohlraumdübel im Baumarkt, denn die hat Papa nicht mehr vorrätig. Wenn man schon mal da ist …

Abends geht ihr in den Ufa-Palast, denn ein Kino gibt es in deiner alten Heimat nicht mehr. Außerdem läuft am 5.11. der neue James Bond an und den wollen deine Eltern sehen. Sie haben dafür extra im Internet Karten vorbestellt.

Ein Dresden-Souvenir: Eine Schneekugel mit der Frauenkirche drin ist das perfekte Accessoire für die freie Fläche neben dem neuen Flachbildfernseher.

Text: UNi, Foto: Photocase/Time

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