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Feuer, Brezeln, Birkenruten – so feiern andere Länder Ostern

Osterhase mit bunten Eiern
Osterhase mit bunten Eiern

Worum geht’s? Ostern, Osterhase, Gründonnerstag, Ostersonntag, Jerusalem

Schon mal von Smigus Dyngus gehört? Das ist nicht etwa eine neu entdeckte Spezies, sondern ein polnischer Osterbrauch. Davon gibt es so einige in Europa …

Ostern ist das höchste christliche Fest im Jahr, denn es feiert den Tod und die Auferstehung Jesus Christus. Und aus unerfindlichen Gründen bringt ein Osterhase zu dieser Zeit bei uns die Ostereier zu den kleinen und großen Kindern. Aber werfen wir doch mal einen Blick zu unsern europäischen Nachbarn.

Während bei uns die Kirchenglocken zu Ostern läuten, schweigen sie in Frankreich. Den Kindern erzählt man, das Glockenläuten besucht für einige Tage den Papst in Rom. Am Ostersonntag kehrt es dann zurück und bringt Süßigkeiten mit. Mit den Ostereiern selber wird ein Wettspiel veranstaltet. Sie werden hoch in die Luft geworfen und das erste Ei, das den Boden berührt, verliert.

Grünes am Gründonnerstag

Fans des jährlichen Osterfeuers dürften in den Niederlanden glücklich werden. Dort findet Espelo, das größte Osterfeuer der Welt, statt, welches 2012 sogar ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen wurde. Wer noch neue Möbel braucht, kann dort gleich am Ostermontag vor den Möbelgeschäften im Sortiment stöbern, wie es seit knapp 30 Jahren Brauch ist.

In Österreich wird am Gründonnerstag zunächst etwas Grünes gegessen, wie Spinat oder Brokkoli. Die Kinder tragen Brezeln und Äpfel an Palmstangen zur Kirche, um damit um Wachstum zu bitten. Und wer mit etwas Glück am Gründonnerstag ein gelegtes Ei findet, der legt es auf den Dachboden. Das soll nämlich gegen Feuer schützen.

Am Ostermontag ist es in Polen Zeit für Smigus Dyngus, einen jahrhundertealten Brauch, der es vorsieht, eine Frau mit Wasser nass zu machen. Der Mann übergießt seine Auserwählte mit einem Kübel Wasser. Dieses Kompliment tröstet vielleicht auch über die nasse Kleidung hinweg.

Rote Ostereier für die Schönheit

In Ungarn gibt es einen ähnlichen Brauch. Allerdings müssen die Männer hier zuerst poetisch aktiv werden und mit einem Gedicht um die Erlaubnis der Frau bitten, sie mit Wasser begießen zu dürfen. Dadurch soll ihre Schönheit voll zu Tage treten. Danach erhalten sie von ihrer Liebsten ein rotes Osterei.

In Finnland schlägt man Freunden und Bekannten mit Birkenruten leicht auf den Rücken und erinnert so an den Einzug Jesus nach Jerusalem. Außerdem soll es Glück und Gesundheit bringen. Am Ostersonntag verscheuchen Kinder durch lauten Lärm und Krach in den Straßen die dunkle Jahreszeit und leiten den Frühling ein.

Text: Inga Schütte
Foto: Lesekreis/CC-Lizenz

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