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Jugendtheater: Autorensuche auf der Bühne

Jugendtheatergruppe Galerie Antonstadt
Tabea, Conrad, Max, Elli, Justin und Simon (v.l.) führen zusammen das Stück „Sechs Personen suchen einen Autor“ auf.

Worum geht’s? Theater, Galerie Antonstadt, Dresden Neustadt, Luigi Pirandello

Eine Gruppe junger Theaterfans inszenierte ein Stück in Eigenregie. Am 24. und 25. April könnt ihr „Sechs Personen suchen einen Autor“ in der Galerie Antonstadt sehen.

Vor einigen Wochen besuchte ich eine Dresdner Theatergruppe bei den Proben für das Stück „Sechs Personen suchen einen Autor“ von Luigi Pirandello. Das Moderne Drama wurde von neun theaterbegeisterten Freunden neu gesponnen. Die sechs Hauptakteure durfte ich genauer unter die Lupe nehmen.

In dem Kunstatelier, welches für das Stück als Bühne dient, ging es recht chaotisch, aber inspirierend zu. Simon Carl Köber, der Regie führt und das Stück sprachlich wie auch inhaltlich an die Gegenwart angepasst hat, trommelte acht weitere junge Laien mit Bühnen- und Regieerfahrung zusammen, um aus eigener Feder ein Stück auf die Bühne zu bringen. Dem 19-Jährigen kam die Idee bei einem zweimonatigen Aufenthalt in Nepal. Premiere feierte das Ensemble am 14. April. Einnahmen gibt es keine, lediglich mit Spenden und aus eigener Tasche finanzieren sie sich das Aufführungsrecht. Für die Raummiete fällt zum Vorteil der jungen Schauspieler nichts an.

Das Stück basiert auf zwei Teilen. Zum einen wird ein zerrüttetes Familienverhältnis dargestellt. Dem gegenüber stehen die Figuren des Theaters, die sechs Personen, die letztlich einen Autor suchen. Kurz gesagt: Die Geschichte erzählt von einer Theaterprobe – Pirandellos Idee, sich gegen das Illusionstheater aufzulehnen und so die Grundlage für das moderne Drama zu schaffen. Simon erklärt mir, dass er nicht nur hinter den Kulissen tätig ist, sondern auch auf der Bühne zu sehen sein wird. Er hat für das Stück sogar ein eigenes Lied komponiert. Regie und Schauspiel fusionieren also miteinander.  

Schnell wird klar, dass die Passion für das Theater die Gruppe stark macht. Das fast schon familiäre Gefühl steht für eine sehr enge Freundschaft, erzählt mir Conrad Böhme. Er spielt auch in dem Stück mit und begleitet das Szenario musikalisch auf seiner Gitarre. Um das Bühnenbild kümmern sich Julius Zimmermann und Luise Klama, die Jüngste im Kreis. Sie ist zudem auch für die Kostüme verantwortlich und im Stück zu sehen. An Simons Seite assistiert Laura Prüfer bei der Regie. Während der eine nebenbei im Café jobbt, treibt der andere noch auf dem Fluss des Lebens. Einige bewerben sich an Theaterschulen und waren bereits an anderen Theaterproduktionen beteiligt.

Zu sehen sind Conrad Böhme, Tabea Günther, Maximilian Hempel, Elisa-Mia Metzeroth und Justin Woschni noch einmal am 24. und 25. April jeweils um 19.30 Uhr in der Galerie Antonstadt, Kamenzer Straße 19 in der Neustadt. Der Eintritt ist frei. Kostenlose Einlasstickets können unter www.simoncarlkoeber.com bestellt werden.

Text und Foto: Regina Joos

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