Schreib uns per WhatsApp: 0172 77 18 33 4

Neue Chefin: Alexandra Wilke leitet jetzt „die Bühne“

TU Dresden die bühne Alexandra Wilke
Sie ist die Neue: Alexandra Wilke wird künstlerische Leiterin der „bühne“.

Worum geht’s? TU Dresden, die bühne, Studententheater, Alexandra Wilke

Das Theater der TU Dresden, „die bühne“, hat mit Alexandra Wilke eine neue Chefin. CAZ hat sie nach ihren Plänen für das Studententheater gefragt.

Alles neu macht der Oktober? Na, zumindest fast. Die Bühne, das Studententheater der TU, hat aber ab dem neuen Semester eine neue Künstlerische Leiterin. Also, noch nicht ganz. Alexandra Wilke steckt dann zwar schon mal den Kopf zur Tür rein und wird schon mehr als nur ihre eigenen Ärmel hochkrempeln, so richtig das Zepter übernimmt sie vom aktuellen „Chef“ Matthias Spaniel aber erst ab Januar kommenden Jahres. Bis dahin führt dieser sie noch in die Hoheitsgewässer Deutschlands ältester Studentenbühne ein. So ein Haufen will schließlich zusammengehalten werden.

Nicht im eigenen Saft schmoren

Wenn der erste Eindruck nicht täuscht, wird das Alexandra Wilke aber kein bisschen schwerfallen. „Ich kann Leute extrem gut begeistern. Über meine Leidenschaft für das Theater und meine Gabe, Freiräume zu schaffen, kann ich bei anderen ganz einfach Interesse wecken.“ Dabei ist sie ganz klar eine Team-Playerin und will dafür sorgen, dass niemand im eigenen Saft schmort. So will sie ihre „Bühnies“ auch dazu bringen, sich außerhalb umzutun, zu schauen, was die anderen in der Theaterwelt eigentlich so machen.

Ein Klassiker pro Spielzeit

Dabei ist die Neue wirklich in Sachen TU-Bühne ein völlig unbeschriebenes Blatt. Bisher hatte sie überhaupt keine Verbindungen zu dem schwarzen Raum hinter dem Klemperer-Saal. Sie hatte tatsächlich einfach die Ausschreibung im Internet entdeckt, und der Rest ist Geschichte. Und inhaltlich? Sie ist als freie Regisseurin nicht direkt dafür bekannt, groß mit den schweren Klassikern um sich zu werfen. Zeitgenössischere Stoffe und vor allem Stückentwicklungen haben es ihr da schon eher angetan. „Ich will nicht nur Stücke machen, die es schon gibt. Wir planen beispielsweise eine Stückentwicklung zum Thema Solidarität“, so Wilke, und fügt halb drohend hinzu: „Ein Klassiker pro Spielzeit sollte aber drin sein.“

Diskurs-Reihe geplant

Das Rad will sie dabei gar nicht neu erfinden. „Mich interessiert der Einzelne und seine Position in der Welt, die Geschichten der Menschen und die Frage, wie wir diese im Bühnenraum umsetzen können“. Damit surft sie direkt auf der Welle aktueller Theaterformen, die sich auch nicht zuletzt seit geraumer Zeit immer mehr dem öffentlichen Diskurs öffnen. So plant sie auch eine Diskurs-Reihe mit dem Titel „Wie ich politisch wurde und was ich dann machte“. Derartige Formate sollen auch von Inszenierungen, Gastspielen und Workshops begleitet werden. Deutlich ist aber vor allem eins: Man muss ihren Worten einfach glauben. Das sind keine Worthülsen. Dieser Enthusiasmus steckt an. Das muss er auch, wenn sie den Laden geschmissen kriegen will.

Text: Rico Stehfest
Foto: Marlies Cross

Jetzt seid ihr dran: Wo geht ihr in Dresden gerne hin? Welche Musik und welche Bücher soll CAZ vorstellen und welche Kulturveranstaltungen ankündigen? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

Zurück

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Matomo“ (ehemals Piwik). Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...