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„Prag“ in der Scheune: Zwischen Popkonzert und Autorenfilm

Kein Mainstream, dafür ein Gesamtkunstwerk. Die Band „Prag“ greift bei ihrer Musik auch schon mal zu Hackbrett oder Mandoline. Am 20. Januar spielen sie in der Scheune.

 

 

 

 

In den letzten vier Jahren und auf mittlerweile zwei Longplayern („Premiere“ 2013 und „Kein Abschied“ 2015) hat die Berliner Band „Prag“ ihr eigenes Universum aus filmischer Musik mit Orchester, Mandolinen, Tarantino-Gitarren und feinsinnigen Texten erschaffen. In Frankreich hieße das wahrscheinlich Popmusik – in Deutschland haben sie mit diesem Stil eine ganz eigene Nische besetzt.

Erik Lautenschläger und Tom Krimi, meist in Anzug oder Beatnik-Rolli gekleidet, beherrschen die großen Hymnen („Sophie Marceau“, „Bis einer geht“) wie auch kammermusikalische Momente und sind dabei immer überbordend feierlich. Live stehen die beiden Frontmänner mit großer Band und einem Park an Instrumenten auf der Bühne. So ein „Prag“-Abend spielt irgendwo zwischen Popkonzert, Zirkus und Autorenfilm.
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Die langjährigen Freunde Tom und Erik tüftelten 2011 neben ihren Indie-Projekten (Erik & Me, Tom Krimi, AZ Ohara, Stereo Deluxe) an einem gemeinsamen Sound. Der Bandname kommt nicht von ungefähr, schließlich mischt auf der ersten Platte „Premiere“" das tschechische Filmorchester mit. Nebenbei spielen sie auch Hackbretter oder Mandolinen und verpacken die Texte mit meist nostalgischem Inhalt in verspielt-poppige musikalische Arrangements. Das Grundmotiv ist meistens: Intimität mit Größe zu verbinden.

Trotz vielfacher Angebote von der Industrie gründen „Prag“ ihr eigenes Label Tynska Records, benannt nach einer kleinen Gasse – Tynska Ulica – in Prag, um ihren eigenen kreativen Spielplatz zu schützen. Sie veröffentlichen zwei Alben und eine Akustik-EP. Doch nicht nur die Musik, auch das Image der Band hat für „Prag“ einen großen Stellenwert. So schmücken sie sich mit Kostümen, die Videos kommen oft wie kleine 50er-/60er Jahre Filme daher und das Artwork wird seit der ersten Platte von Erik handgemalt. „Prag“ ist ein Berliner Gesamtkunstwerk und auf jeden Fall immer eine musikalische Reise wert.

Weitere Informationen unter findet ihr auf der Homepage der Band und bei Facebook.

Text: Marion Fiedler

Foto: Jarek Raczek

 

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